Erstellt am 13. August 2014, 07:01

von Fritz Hauke

Petutschnig zog die Lehren. Lorenz Petutschnig lieferte nach seinem frühen Aus in Klagenfurt die perfekte Antwort und siegte im Turnier in Vaduz.

Lorenz Petutschnig durfte sich am Wochenende über einen Turniersieg in Vaduz freuen. Nach der schmerzhaften Pleite in Klagenfurt war dieser Erfolg mehr als nur Balsam auf die Wunden des Bad Sauerbrunners. Foto: M. Weller  |  NOEN, M. Weller
Aufstehen, abputzen, weiter geht’s! Der Bad Sauerbrunner Lorenz Petutschnig kam vor eineinhalb Wochen mit seinem Partner Toby Winter beim Grand Slam in Klagenfurt unter die Räder. Wenige Tage später rehabilitierten sie sich: Beim Turnier in Vaduz stürmten sie bis ins Finale –  und setzten sich dort in zwei Krimi-Sätzen mit 21:18 und 21:19 durch. Auf dem Weg dorthin hatten sie mit schwachen Schiri-Leistungen zu kämpfen.

Bei den starken Gegner war Überraschung schwierig

Wichtig für die Rückkehr in die Erfolgsspur: Eine Analyse, was in Klagenfurt passiert ist. Petutschnig: „Ich hab letztes Jahr erleben dürfen, wie unbeschreiblich geil es ist, auf dem Center Court in Klagenfurt Spiele zu gewinnen. Dieses Jahr habe ich leider erleben müssen, wie extrem hart es ist, dort Spiele zu verlieren.“

Auch bei der Auslosung war das Glück nicht auf der Seite des blonden Riesen: „Insgesamt muss man sagen, dass man kein Experte sein musste, um zu wissen, dass bei diesen drei Gegnern eine Überraschung sehr schwer wird.“

„Es gibt noch Einiges zu tun bis zur Weltspitze“ 

Die zwei Youngsters standen in jeder Partie unter Druck und konnten ihr Spiel nicht aufziehen. „In solchen Situationen ist es dann auch sicher so, dass einen diese geniale Kulisse eher hemmt als unterstützt“, erklärt Petutschnig.

Und weiter: „Die Lehren aus Klagenfurt sind sicher, dass es noch Einiges zu tun gibt, bis wir mit der absoluten Weltelite mithalten können. Wir wissen aber auch, dass wir das schaffen können. Wir können sicher aus den Spielen lernen, uns nicht so stark vom Gegner beeinflussen zu lassen und, auch wenn es nicht so läuft, unserem Spielkonzept treu zu bleiben.“

Die wichtige Lektion aus der Klagenfurt-Pleite bezieht sich wieder auf die Außnahme-Kulisse: „Am Wichtigsten: Das Publikum immer zum eigenen Vorteil nutzen und sich nicht davon einschüchtern lassen.“