Erstellt am 24. September 2014, 08:51

von Manuel Takacs und Bernhard Fenz

Druck auf die SVM Fohlen nimmt zu. Gegen den SV Schwechat sind Mattersburgs Amateure zum Punkten, fast schon zum Siegen, verdammt.

Das letzte Heimspiel der Mattersburg Amateure gegen den SV Schwechat wurde im vergangenen März mit 1:2 verloren.  |  NOEN, A. Wagentristl

Lange Gesichter auf der einen Seite, jubelnde Spieler auf der anderen waren nach der 0:5-Heimpleite der Mattersburg Amateure gegen die Amateure des SK Rapid Wien in der Fußballakademie Burgenland zu erkennen. Die Mattersburger Fohlen befinden sich in einer Situation, in der sie sich noch nie befanden. Mit nur sechs Zählern nach acht Spieltagen rangiert die Griesmayer-Elf auf dem vorletzten Tabellenplatz.

„Haben uns in Schwechat immer schwer getan"

Nur Neuberg, das in dieser Saison nur wenige Chancen auf den Ligaverbleib hat, liegt hinter dem Amateur-Team. Am Freitag um 19.30 Uhr sind die Youngsters beim SV Schwechat zu Gast. Eine Niederlage in Niederösterreich wäre fatal, ein Punkt beinahe zu wenig. In Wirklichkeit ist ein Sieg Pflicht, denn danach folgen die Gegner Amstetten (auswärts) und Parndorf (heim).

„Wir haben uns in Schwechat immer schwer getan. Es wird eine enge Partie und wir werden dort nur bestehen, wenn die Jungs die notwendige Leidenschaft an den Tag legen und den Kampf annehmen“, prophezeit Manager Raimund Bachhofer.

Kapitän Peter Hawlik wird nach überstandener Krankheit wieder dabei sein. Janos Szöke wird aufgrund einer Verletzung weiterhin fehlen. Bei Lukas Kantauer könnte sich ein Einsatz eventuell ausgehen.

Da die Mattersburger Profis ebenfalls freitags gegen Hartberg spielen, ist nicht damit zu rechnen, dass diverse Kaderspieler der ersten Mannschaft zu den Amateuren abgestellt werden. Eine Änderung könnte es im Tor geben. Julian Rosenstingl könnte anstelle von Markus Böcskör, der als Tormanntrainer bei den Profis dabei ist, die Nummer eins sein.

„Es ist an der Zeit für ordentliche Resultate“ 

„Wir müssen diese kindlichen Fehler abstellen und nicht kopflos agieren. Trotz der prekären Situation müssen wir Ruhe bewahren und eine gewisse Gelassenheit an den Tag legen“, sagt Trainer Heinz Griesmayer, der sich den größten Druck selbst macht: „Diese Situation ist sehr schwer. Aber wir arbeiten hart und analysieren die Fehler bis ins kleinste Detail. Es wird wieder aufwärts gehen.“ Manager Bachhofer bestätigte das Vertrauen gegenüber dem Coach: „Am Trainer liegt es mit Sicherheit nicht. Heinz macht eine hervorragende Arbeit. Punkt.“

Und was sagt Klubchef Martin Pucher zum Thema? „Die Niederlage gegen die Rapid Amateure hat uns gar nicht gefallen, das war noch dazu ein unmittelbarer Konkurrent. Auch wenn vom Profikader diesmal wenig Hilfe gekommen ist: Schön langsam wird es Zeit, dass ordentliche Resultate eingespielt werden.“

Nachsatz: „Wir haben bei den Amateuren in den letzten Jahren immer wieder bessere und schlechtere Phasen erlebt. Jedes Mal hat sich die Mannschaft aber erfangen – in diesem Glauben schauen wir uns das Ganze jetzt auch noch weiter an.“