Erstellt am 22. Oktober 2014, 12:15

von Manuel Takacs

Neue Regelung bei Amas. Ein Nichtabstieg wäre für die SVM Amateure in jeglicher Hinsicht von Vorteil. Aufgrund neuer ÖFB-Bestimmungen wäre eine Rückkehr in die Ostliga immens schwierig.

Mattersburg Amateure-Trainer Heinz Griesmayer (l.) und Manager Raimund Bachhofer haben in der Ostliga definitiv schon rosigere Zeiten erlebt. Zurzeit heißt es dringend Punkte sammeln, um in der Liga zu bleiben.  |  NOEN, Wagentristl

Es ist noch ein weiter Weg und die SVM Amateure haben nach wie vor alle Chancen auf den Ligaerhalt in der Regionalliga Ost. Die Spieler haben die notwendige Qualität, doch das Auftreten beim 1:1 bei Schlusslicht Neuberg war alles andere als vielversprechend. Nach dem Ausgleich wirkten die Youngsters ratlos und ängstlich. Auch wenn noch 18 Spieltage zu absolvieren sind, die aktuelle Tabellensituation gibt Anlass, um sich mit einer neuen Regelung zu beschäftigen, die die Limitierung der Amateur-Teams betrifft. Das ÖFB-Präsidium beschloss bereits vor mehr als einem Jahr in einer Sitzung mit den Landespräsidenten eine Limitierung von maximal drei Amateur-Teams pro Regionalliga.

Die Reduzierung erfolgt ausschließlich sportlich

In jenen Ligen, in denen derzeit mehr als drei Fohlen-Mannschaften teilnehmen, erfolgt ein Abgang ausschließlich über den sportlichen Abstieg. Sollte ein vierter Amateurverein aufstiegsberechtigt sein, muss dieser gegen das schlechtest platzierte Amateure-Team in der Regionalliga Relegation spielen. Das bedeutet im Klartext, dass im Fall eines Abstieges der SVM Amateure in die BVZ Burgenlandliga, eine neuerliche Rückkehr in die Ostliga kein leichtes Unterfangen wäre.

Manager Raimund Bachhofer kennt die neuen Bestimmungen: „Natürlich wissen wir davon, aber in Wirklichkeit beschäftige ich mich damit überhaupt noch nicht. Aus dem Grund, weil ich nach wie vor davon überzeugt bin, dass wir den Ligaverbleib schaffen.“ Trainer Heinz Griesmayer sieht die aktuelle Situation als Herausforderung und kann sich mit dieser neuen ÖFB-Regelung nicht anfreunden: „Für mich als Coach ist es neu, eine Mannschaft aus dieser Negativspirale herauszuführen. Die Mannschaft hat Qualität und deshalb beschäftige ich mich mit den neuen Bestimmungen nicht.“

Ein Abstieg in die höchste Spielklasse des Burgenlandes wäre fatal. Jene Spieler, die bei den Profis derzeit in der Ersten Liga nicht regelmäßig zum Einsatz kommen, erhalten bei der „Zweiermannschaft“ in der Ostliga wertvolle Spielpraxis. In der vierten Liga würden die Youngsters einen Verlust des Spieltempos und der Qualität der Gegner erleben. Bei einem Aufstieg der Profis von der Ersten Liga in die Bundesliga wäre der Niveauverlust noch eklatanter, wenn jene die „oben“ nicht zum Zug kommen, plötzlich in der Landesliga spielen müssten. Noch haben die SVM-Fohlen die Möglichkeit, das Ruder herumzureißen. Dazu wäre ein Punktesammeln bis zur Winterpause notwendig. Doch das Restprogramm der Grün-Weißen ist alles andere als einfach.

Es wartet ein schwieriges Programm

Nach dem kommenden Spiel gegen den Admira Juniors treffen die Griesmayer-Schützlinge auf die Vienna (auswärts) und den Wiener Sportklub (heim). Mitte November findet die vorgezogene 16. Runde gegen die Austria Amateure (heim) statt. „Wir müssen eifrig Punkte sammeln und werden die Herbstsaison nach dem letzten Spiel analysieren“, so Manager Raimund Bachhofer und fügt hinzu: „Von Seiten des Vereines werden wir unsere Möglichkeiten voll ausschöpfen, um den Ligaerhalt zu sichern. Mehr will ich dazu jetzt nicht sagen.“

Diese Worte hören sich an, als könnten in der Winterübertrittszeit doch einige Spieler verpflichtet werden. Notwendig wären vor allem zwei Akteure, die der jungen Mannschaft auf zentralen Positionen Stabilität verleihen. Beim Spiel in Neuberg war es augenscheinlich, dass sich in den Reihen der SVM-Youngsters kein Spieler bewegt, der das Heft in Negativphasen in die Hand nehmen kann.