Erstellt am 10. Juni 2015, 10:54

von Manuel Takacs

Plötzlich war das Ziel der Ligaerhalt. SVM Amateure-Manager Raimund Bachhofer ließ die abgelaufene Spielzeit noch einmal Revue passieren.

SVM Amateure-Manager Raimund Bachhofer  |  NOEN, Alfred Wagentristl/WA

Die Ostliga-Saison 2014/15 verlief für Mattersburgs Amateure nicht nach Wunsch. Innerhalb des Vereins wurde die Hauptaufgabe „Entwicklung junger Spieler“ nach hinten verschoben, der Klassenerhalt war das Ziel.

Die Dauerbrenner

Stefan Vollnhofer stand bei 25 Spielen in der Startelf und erzielte fünf Treffer. „Er ist zu einem richtigen Antreiber gereift. Seine Entwicklung stagnierte vor einem Jahr. In dieser Spielzeit hat er einen großen Schritt nach vorne gemacht“, so Manager Raimund Bachhofer.

Kapitän Peter Hawlik absolvierte 23 Spiele von Beginn an und traf dabei zweimal. Leider wurde der Führungsspieler zwischendurch von Verletzungen gestoppt. „Er hat sein Herz auf dem richtigen Fleck und ist aus dieser Mannschaft nicht wegzudenken. Für seinen SVM gibt er immer alles“, so der Manager lobend über den Kapitän.

Der "rote Baron"

Dass Youngster Alexander Taschner Spiele im Alleingang entscheiden kann, ist allseits bekannt. In der abgelaufenen Saison trat die Profi-Leihgabe auch unrühmlich in Erscheinung. Gegen die St. Pölten und Admira Juniors sah der Mittelfeldspieler jeweils die Rote Karte. „Ali ist ein junger Akteur, der immer alles gibt. Daher gibt es von meiner Seite keinen Vorwurf.“

Verletzungspech

In der Wintervorbereitung machte Sommer-Neuzugang Lukas Kantauer mit starken Leistungen auf sich aufmerksam. Diese Form nahm er auch in die Punktejagd mit, wurde aber durch einen Wadenbeinbruch gestoppt. „Luki hatte im Herbst Anpassungsschwierigkeiten, wurde aber immer stärker. Ich wünsche ihm eine ähnlich starke Vorbereitung wie im Winter. Dann wird er stärker als vorher in die neue Saison gehen und uns Freude bereiten“, sagt der Manager über den Sohn von SVM-Legende Dietmar Kantauer.

Flop der Saison

Eine Spielzeit zum Vergessen war es für Angreifer Janos Szöke. Der ehemalige Torschützenkönig der BVZ Burgenlandliga wurde in der Hinrunde durch eine hartnäckige Verletzung gestoppt. In der Rückrunde ließ der Ungar sein Können nur selten aufblitzen. Der Legionär steht als Abgang fest. Unterklassige Vereine bemühen sich um ihn.

Der Trainerwechsel

Acht Jahre arbeitete der Fußballlehrer Heinz Griesmayer beim SV Matterburg. Seine Ablösung tat dem Pädagogen weh. Dass der Niederösterreicher als Trainer alle notwendigen Kompetenzen mitbringt, liegt auf der Hand. Der Schritt, sechs Runden vor dem Ende mit Kurt Jusits einen neuen Trainer zu installieren, ist aber als geglückt zu bezeichnen. „Manchmal muss man als Verein ein Zeichen setzen. Wir waren zu diesem Zeitpunkt schon etwas abgeschlagen“, erklärt Bachhofer. Neo-Trainer Jusits entfachte einen frischen Wind. Die Mannschaft schaffte es somit in die „Hoffungs-Position“.


Heim-/Auswärtsbilanz

Interessant zu beleuchten ist nach der doch enttäuschenden Saison, dass die Mattersburg Amateure ihrem Ruf als heimstarkes Team durchaus gerecht wurden. Die Fohlen belegten in der Heimtabelle den guten fünften Platz, wobei auswärts entsprechend schwach abgeschnitten wurde. Hier landete die Truppe von Trainer Kurt Jusits lediglich auf dem 14. Platz.

Während sich Peter Hawlik und Kollegen in Mattersburg nur viermal geschlagen geben mussten (Stegersbach, Ritzing, Rapid Amateure und Schwechat), konnten auswärts nur zwei „Dreier“ eingefahren werden (in Donaufeld und in Parndorf). Die Tordifferenz ist demnach entsprechend unterschiedlich ausgefallen. Einem Heim-Torverhältnis von 25:16, steht ein Auswärts-Torverhältnis von 17:32 gegenüber.