Erstellt am 20. März 2015, 20:47

von Bernhard Fenz

Abstand auf LASK vergrößert. Der SV Mattersburg musste sich am Freitag gegen den FAC vor heimischer Kulisse mit einem 1:1 begnügen.

 |  NOEN, Bernhard Fenz
Weil Aufstiegs-Rivale LASK beim Spitzenspiel in Grödig gegen Liefering mit 1:3 patzte, reichte das mittelprächtige Spiel im Pappelstadion wenigstens zum Ausbau des Abstands auf den Rivalen um den Aufstieg. Nun liegt Mattersburg wieder vier Punkte vor dem LASK, während der (nicht aufstiegsberechtige) Konkurrent Liefering in der Tabelle punktemäßig zu den Burgenländern aufschloss.
 
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Nach der 1:3-Niederlage am Dienstag bei Austria Lustenau war im Mattersburger Lager alles auf drei Punkte gegen Aufsteiger FAC eingestellt – Stichwort sportliche Wiedergutmachung. Es sollte anders kommen, auch wenn der Tabellenführer speziell vor der Pause durchaus engagiert auftrat.


Ein Treffer von Jano nach einem Corner wurde da aber (zu Recht) wegen Abseits aberkannt, danach kam es zum Privatduell von Markus Pink mit FAC-Goalie Rene Swete. Letzterer riskierte einen Ausflug und tauchte plötzlich außerhalb des Sechzehners im Laufduell mit Pink auf. Erst riss er am Trikot des Stürmers, dann ließ er los und legte sich quer, Schiedsrichter Andreas Heiss entschied auf „Weiterspielen“. Mitten in die angehende Drangperiode von Grün-Weiß kam dann das 0:1 wie ein Keulenschlag. Im Zuge eines schnellen Gegenstoßes landete der Ball bei Furkan Aydogdu, der an Tormann Markus Kuster vorbeizog und zum 0:1 einschob (21.).

Ausgleich zu einem Zeitpunkt, als sich die Heimpleite anbahnte

 Was danach folgte, war ein Sturmlauf der Burgenländer, dem aber die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte. Eben deshalb kam es nicht so, wie etwa in der Vorwoche beim glanzvollen 3:0-Erfolg gegen den LASK, als in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zwei der drei Treffer fielen.
Nach der Pause tat sich die Mannschaft von Ivica Vastic dann noch sichtlich schwerer, hier fehlte dann auch der große Druck, um die Wiener im Kollektiv verlegen zu machen. Und wenn, dann rettete Rene Swete, etwa bei einem Vorstoß von Thorsten Mahrer, der plötzlich die Chance auf den Ausgleich vorfand. Ein gezirkelter Schuss von Michael Novak brachte ebenfalls nicht ein.
 
Als die Partie aus SVM-Sicht endgültig einzuschlafen schien, schafften die Heimischen aber doch noch ein wichtiges Ausrufezeichen. 80. Minute: Zwei Gästespieler behinderten sich, der eingewechselte Dominik Doleschal erkannte die Situation, legte quer auf Markus Pink, der wiederum zum 1:1 abschloss. Der Endstand, einerseits, weil Mattersburg nicht mehr nachlegen konnte, andererseits, weil der FAC in der Nachspielzeit die mögliche Sensation bei einem Schuss knapp neben das Tor verpasste.
 
Fazit: Unterm Strich war das zu wenig für einen vollen Erfolg, der SV Mattersburg beendet die sportliche Woche mit nur einem Punkt aus zwei Spielen. Weiter geht es nach der Pause (aufgrund des EM-Qualifikationsspiels Liechtenstein – Österreich) am 3. April mit dem Auswärtsspiel in Kapfenberg.

STATISTIK

 SV MATTERSBURG – FAC 1:1 (0:1).- Torfolge: 0:1 (22.) Aydogdu, 1:1 (80.) Pink.
Gelb: Sprangler (51., Foul), Malic (64., Foul); Steiner (26., Foul), Bauer (43., Foul), Sütcü (52., Foul), Durmus (69., Foul), Haselberger (82., Foul).
SR: Heiss.- Pappelstadion, 2.400.
Mattersburg: Kuster; Farkas (75. Höller), Mahrer, Rath (55. Malic), Novak; Sprangler, Jano, Perlak (64. Doleschal); Röcher, Pink, Onisiwo.
FAC: Swete; Duran, Haselberger, Steiner, Bauer; Stehlik (72. Demic), Viertl, Sütcü, Durmus (78. Haas); Pecirep, Aydogdu (58. Mössner).

STIMMEN

Tormann Markus Kuster: „Wir haben mit dem Ausgleich zumindest Schadensbegrenzung betrieben und sogar den Abstand zum LASK vergrößern können. Im Gegensatz zum Spiel in der Vorwoche gegen den LASK war die Leistung aber trotzdem nicht gut. Deshalb können wir auch nicht zufrieden sein.“
 
Obmann Martin Pucher: „Wir haben uns sehr schwer getan. Geschenkt wird dir in dieser Liga nichts.“
 
Trainer Ivica Vastic: „Letztlich war der Ausgleich noch verdient, auch wenn wir uns schwer getan haben. Wir haben diesmal auch wieder zu viel durch die Mitte gespielt, das wollten wir eigentlich nicht.“