Erstellt am 25. Februar 2015, 10:37

von Bernhard Fenz

"Ich bin voll im Saft". Karim Onisiwo, Mattersburg-Zugang und im Herbst mit 13 Treffern Shootingstar, spricht über die nächsten Aufgaben.

Bärenstark: Im Herbst verlangte Karim Onisiwo (r.) seinen Gegnern einiges ab. Das soll auch im Frühjahr so bleiben.  |  NOEN, Fenz

BVZ: Sie konnten nicht die ganze Vorbereitung mitmachen. Warum?
Karim Onisiwo: Die Adduktoren waren verhärtet – eine Überbelastung. Ich habe aber nicht viel verpasst, sondern alle Laufeinheiten mitgemacht. Mittlerweile bin ich wieder voll im Saft.

Nun beginnt die Meisterschaft wieder. Wie lautet Ihre Prognose?
Jetzt gilt es einmal, gut zu starten. Dann muss man schauen, einen Lauf zu bekommen. Wenn wir weiter so arbeiten, werden wir es dem LASK nicht leicht machen.

Im Herbst haben Sie die Gegner oft alt aussehen lassen, 13 Tore belegen das. Es ist davon auszugehen, dass sich die Konkurrenz in der Defensive nun noch besser auf Sie einstellen wird.
Natürlich kennt mich die Liga jetzt schon. Wir haben aber so viel offensive Qualität, dass sie sich auch auf die anderen Spieler einstellen müssen, wenn sie mich etwa doppeln. Wir sind sehr variabel, das ist unser Vorteil – jeder kann da vorne fast jede Position spielen.

Sie waren von 2011 bis 2014 vor Ihrem Wechsel nach Mattersburg in Salzburg tätig, erst bei Neumarkt und Straßwalchen, zuletzt zwei Jahre bei Austria Salzburg. Nach dem Herbst stellt sich die Frage: Warum sind Sie nicht längst in der Bundesliga?
Nach meinem Abgang von Austria Salzburg hatte ich Bundesliga-Angebote, ich entschied mich aber für Mattersburg, weil ich wieder zurück zu meiner Familie nach Wien wollte und das die beste Option war. Hier kann ich mich weiterentwickeln, die Bedingungen und das Drumherum passen.

Sie wollten unbedingt Profi werden, nun haben Sie das geschafft. Wie war die Zeit in Salzburg?
Es waren schöne Jahre, aber es hat auch sehr viele Tiefen gegeben.

Hatten Sie Sorge, dass der Zug schon abgefahren sei?
Wenn die Jahre verstreichen und man immer älter wird, schaut man natürlich darauf: Da gibt es 18-, 19-Jährige, die in der Bundesliga als Stammspieler tätig sind. Aber wenn du immer dran glaubst und die Hoffnung nicht verlierst, kannst du es immer noch schaffen – ich bin froh, dass mir das gelungen ist.

Welche persönlichen Ziele haben Sie für 2015?
Ich würde gerne vorne in der Torschützenliste bleiben. Das Wichtigste ist aber, dass wir jetzt dranbleiben und den LASK dann überholen. In diesem halben Jahr steht ein Ziel im Fokus: der Aufstieg. Da braucht man auch nicht an andere Sachen zu denken.

In der Jugend haben Sie bei Austria und bei Rapid gespielt. Wenn Derbyzeit ist: Sind Sie als Zuschauer grün oder violett?
I
ch bin offen. Derzeit gibt es nur den SV Mattersburg, also ist mir egal, wer bei Austria - Rapid gewinnt.