Erstellt am 07. Dezember 2011, 00:00

Spaziergänger. VON ALFRED WAGENTRISTL

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VON ALFRED WAGENTRISTL UND MICHAEL HEGER

Tormann Murat Safin verließ aus beruflichen Gründen den SV Markt St. Martin nach der Hinrunde. Auf der Suche nach einem Nachfolger wurde der sportliche Leiter Rudi Pallisch schnell fündig. Die Vögel pfiffen es schon länger von den Dächern, doch jetzt ist es fix. Ex-Baumgarten-Tormann Stefan Zwonarits wechselt von Liga-Konkurrent Loipersbach zur Elf von Trainer Nikica Pavlek. Für Zwonarits war das letzte halbe Jahr in Loipersbach kein einfaches. Obwohl er als Spielertrainer den Aufstieg in die 2. Liga schaffte, wurde er nach wenigen Wochen durch Manfred Köck ersetzt. Dieser wiederum setzte nach wenigen Spielen unter seiner Leitung nicht mehr auf Zwonarits, sondern auf Heimkehrer und Eigenbauspieler Simon Bader.

 

BVZ: Sie wechseln vom abstiegsgefährdeten SV Loipersbach zum Konkurrenten SV Markt Sankt Martin. Was waren Ihre Beweggründe dafür?

Stefan Zwonarits: Meine Überlegung war, entweder aufzuhören oder nochmal etwas Neues zu probieren. Aufhören war mir dann irgendwie doch zu früh und deswegen der Wechsel.

 

BVZ: SVL-Eigenbautormann Simon Bader bewies im Finish der Herbstsaison Klasse. Hat auch die starke Konkurrenz durch Bader Ihre Entscheidung beeinflusst?

Zwonarits: Nein, da wurde ich nicht bestärkt, aber ein Einheimischer soll spielen und da stehe ich nicht im Weg.

 

BVZ: Sie kennen die 2. Liga Mitte aus den vergangenen Monaten. Ihr neuer Klub spielte in der Hinrunde deutlich unter den Erwartungen, woran lag es?

Zwonarits: An der Offensivleistung, wie man an den erzielten Toren sieht. Bei so wenig Gegentreffern und diesem Tabellenplatz muss das der Grund sein.

 

BVZ: Nur 14 erzielte Treffer sprechen definitiv für Offensivschwächen. Doch die 17 erhaltenen Gegentore würden doch für eine gute St. Martiner Defensivarbeit stehen. Jetzt kommt zwar mit Ihnen ein neuer Tormann, doch wird Ihres Wissens nach für die Offensive auch etwas getan?

Zwonarits: Soweit ich weiß ja. Es muss ja auch etwas passieren, um die Tabellensituation zu verbessern. Den Elfmeterschützen hat man bereits geholt, aber alles andere werde ich dann beim ersten Training sehen – sag ich mal mit einem Augenzwinkern.

 

BVZ: Wird sich der SV Loipersbach in der Liga halten können?

Zwonarits: Es wird schwierig, aber es ist auf jeden Fall machbar. Ich wünsche den Burschen alles Gute, Glück und viel Erfolg. Mit Ausnahme des Spieles gegen den SV Markt Sankt Martin, da wäre mir lieber, dass wir die Glücklicheren wären.

 

BVZ: Ihr Trainer-Nachfolger beim SV Loipersbach, Manfred Köck, gilt als äußerst ehrgeiziger Mann. Wie würden Sie im Nachhinein Ihre Zusammenarbeit mit ihm beurteilen?

Zwonarits: Auch mit 32 ist man lernfähig, vor allem im Fußball. Ich bin ein Heißsporn, wenn ich spiele, und mit mir ist es sicher auch nicht immer einfach zu arbeiten. Aber gerade diese Emotionen machen den Fußball für mich aus. Nur so kann ich auch Topleistungen abrufen. Köck und ich haben sicher einige Dinge nicht gleich gesehen, doch das wäre auch zu viel verlangt. Schlussendlich habe ich doch einiges lernen können und würde die Zusammenarbeit im Rückspiegel als gut betrachten.

 

BVZ: Sie sind im 33. Lebensjahr und haben doch schon das eine oder andere Sportlerjahr in höheren Ligen und einige Verletzungen hinter sich. Wie fühlen Sie sich körperlich, was denken Sie, wie lange Sie noch im Meisterschaftsbetrieb zwischen den Pfosten stehen werden?

Zwonarits: Körperlich fühle ich mich ziemlich gut. Jetzt heißt es, im Winter noch ordentlich Gas geben, um wirklich wieder voll einsteigen zu können, die letzten Monate waren eher von Pausen geprägt. Ich glaube, die eine oder andere Saison werde ich noch problemlos über die Bühne bringen können.