Erstellt am 27. April 2016, 05:34

von Christopher Ivanschitz

Staatsmeisterschaft: Streich Nummer zwei. Nach dem Titel im Teamsprint holte Michi Knopf auch im Keirin die Goldmedaille für das Burgenland.

 |  NOEN, zVg

"Es darf ruhig als Sensation bezeichnet werden", freute sich Altmeister Michi Knopf, der nach Gold im Teamsprint bei den Bahn-Staatsmeisterschaften im Wiener Ferry Dusika Radstadion im Keirin-Bewerb eine weitere Goldmedaille für das Burgenland holte.

„Habe viele Strapazen auf mich genommen“

„Dieser Medaille bin ich nach meinem ersten Titel 2007 nun neun Jahre nachgelaufen. Mit dem Gewinn dieses Titels habe ich noch einmal ein ganz großes Karriereziel erreicht“, so Knopf. In der olympischen Keirin-Disziplin, bei dem bis zu acht Fahrer hinter einem Motorrad Tempo aufnehmen und dann im 625 Meter langen Sprint um den Sieg kämpfen, hielt Knopf den Vorarlberger Tobias Wauch im ersten Lauf noch auf Distanz. Im zweiten Lauf musste sich Knopf dem amtierenden Omnium-Staatsmeister nur knapp geschlagen geben.

Durch den Sieg im schnelleren der beiden Läufe sicherte er sich allerdings den Gesamtsieg. Der Spagat zwischen Beruf, Familie und Training fiel alles andere als leicht, berichtet der Zillingtaler. „Wenn man im Gefühl hat, dass es noch einmal reichen könnte, nimmt man viele Strapazen auf sich“, so Knopf, der sich als Radgeschäfts-Boss mit 35 Jahren nicht alt fühlt, aber doch mit bis zu 15 Jahren Abstand als ältester Fahrer im Finale fuhr. Internationale Einsätze plant der Burgenländer allerdings keine mehr. Der Fokus liegt ganz klar auf einigen wenigen nationalen Bewerben. „Mehr ist aus zeitlicher Sicht mittlerweile nicht möglich.“