Erstellt am 15. Juni 2011, 00:00

Steurer: „Es gab Unstimmigkeiten“. 2. LIGA MITTE / Michi Steurer, Goalie des SV Forchtenstein, spricht über seinen Abgang.

Forchtenstein-Goalie Michael Steurer fehlt im Saisonfinish und ist nach Unstimmigkeiten bereits auf Vereinssuche und in Verhandlungen.  |  NOEN
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VON ALFRED WAGENTRISTL

Der Forchtensteiner Einsergoalie der vergangenen Jahre, Michael Steurer, wird den Traditionsklub verlassen. Eigentlich hat er ihn schon verlassen, denn für die letzten beiden Spiele stand Steurer nicht mehr zur Verfügung. Die Trennung ließ letztendlich eindeutig Harmonie vermissen. Die BVZ sprach mit dem 27-jährigen Schlussmann über die Gründe der Trennung und seine sportlichen Pläne.

BVZ: Wie viele Jahre waren Sie beim SV Forchtenstein unter Vertrag?

Michael Steurer: Drei aufregende Jahre mit vielen Höhen und einigen Tiefen.

BVZ: Was waren die Gründe des doch eher überraschenden Abganges?

Steurer: Es gab leider Unstimmigkeiten mit dem Vorstand, die letztlich den Ausschlag gaben.

BVZ: Von Vereinsseite hat es sich so angehört, als ob es ein Missverständnis gewesen wäre und Sie die Trennung in der Sommerpause als sofortige Trennung verstanden haben?

Steurer: Es war so, dass ich in einem Gespräch informiert wurde, dass ich in den letzten beiden Runden in der Kampfmannschaft nicht mehr benötigt werde. Ich hätte in der U23 spielen können, das wollte ich aber nicht, deshalb habe ich meine Sachen gepackt und bin gefahren.

BVZ: Was waren die schönsten Erlebnisse in Ihrer Zeit beim SV Forchtenstein?

Steurer: Das erste Jahr in Forchtenstein war ein besonderes – als wir schon vor der Saison zu den Fixabsteigern zählten und am Ende sogar eine Cup-Platzierung erreicht haben. Die Truppe hat alles aus sich herausgeholt in dem Jahr, denke ich.

BVZ: Warum hat es heuer nicht mit dem Wiederaufstieg geklappt?

Steurer: Der SV Forchtenstein wollte mit Biegen und Brechen Meister werden. Ich denke, dass der Druck für manche Spieler, vor allem für die jungen Kicker im Kader, einfach noch ein wenig zu groß war.

BVZ: Warum habt ihr euch voriges Jahr schlussendlich nicht in der BVZ Burgenlandliga halten können?

Steurer: Die Liga war voriges Jahr sehr ausgeglichen und es hätten in der letzten Runde noch drei andere Teams absteigen können. Wenn ich mir die Burgenlandliga heuer anschaue wäre man mit den 32 Punkten, mit denen wir vorige Saison abgestiegen sind, auf der sicheren Seite. Natürlich waren die Ausfälle im Frühjahr von Rado Vasik und der von mir auch ausschlaggebend, dass der eine oder andere Punkt mehr nicht geholt wurde.

BVZ: Welche Chancen geben Sie dem SV Forchtenstein im kommenden Jahr?

Steurer: Wenn die Mannschaft, inklusive Trainer, gehalten werden kann, bin ich mir sicher, dass Forchtenstein den Aufstieg schaffen kann.

BVZ: Wird die Mannschaft Ihres Wissens nach sonst zusammenbleiben?

Steurer: Ich habe gehört, dass bei zwei Spielern die Zukunft noch ungewiss ist. Der Kern wird aber zusammenbleiben, was auch Sinn macht.

BVZ: Welche sportliche Pläne haben Sie?

Steurer: Ich möchte so schnell wie möglich wieder bei einem Verein mit Zielen und Visionen kicken. Es gab schon zwei interessante Gespräche. Ich will aber noch nichts überstürzen, da bis Mitte Juli ja noch einiges passieren kann.