Erstellt am 15. Juli 2015, 12:32

von Bernhard Fenz

ÖFB-Cup: „Ich bin sehr zuversichtlich“. Trainer Ivo Vastic und seine Mannschaft brennen auf den Saison-Startschuss. Vor Meister Salzburg wartet Sollenau.

Gut dagegengehalten: Der SV Mattersburg feierte am Freitag beim Testmatch in Kapfenberg gegen Dukla Prag einen 4:1-Erfolg. Sven Sprangler (Mitte) und seine Mitspieler konnten dem Sechsten der tschechischen Bundesliga gut Paroli bieten und nutzten Eigenfehler, um auf die Siegerstraße zu kommen.  |  NOEN, Bernhard Fenz
Der SVM ist bereit für das erste Pflichtspiel 2015/2016. Für den Aufsteiger in die tipico Bundesliga heißt die erste Aufgabe am Freitag um 19.30 Uhr SC Sollenau – in der ersten Runde des ÖFB-Samsung-Cups. Ein guter Einstieg, da speziell der Pokalbewerb für die Profiklubs teils mühsame Auswärtsfahrten nach sich zieht. Nun darf Grün-Weiß in der Region bleiben und sich an der Südbahnstrecke gegen den niederösterreichischen Ostligisten behaupten.

Trainer Ivo Vastic im Vorfeld: „So ein Gegner ist ideal für eine Standortbestimmung. Ich bin sehr zuversichtlich, erwarte aber natürlich eine topmotivierte Sollenauer Mannschaft, die nicht leicht einschätzbar ist, da sich personell dort viel getan hat. Außerdem werden die Platzverhältnisse nicht einfach sein.“ Der Chefcoach weiß aber, was zu tun ist: „Wir müssen nur auf uns schauen und unser Leistungspotenzial abrufen.“

Innenverteidiger wird vorerst intern besetzt

Was abgesehen vom Leistungsniveau her laut Vastic noch für die Burgenländer spricht: „Wenn es zuletzt drauf angekommen ist, waren wir immer da. Die Mannschaft ist hungrig und will gewinnen.“ Eine Woche später folgt im Zuge der ersten tipico Bundesliga-Runde dann für den SV Mattersburg gleich der Kracher im Pappelstadion gegen Meister Salzburg. Personell wird sich bis dahin wahrscheinlich nichts mehr tun, Stichwort neuer Innenverteidiger. Die Verhandlungen mit Pawel Baranowski – aussichtsreicher polnischer Kandidat – zerschlugen sich, darum wird die vakante Position vorerst intern besetzt.

Im engeren Kreis befinden sich dafür Thorsten Mahrer, Lukas Rath (war zuletzt angeschlagen und wurde wie Florian Templ sowie Patrick Bürger geschont) und Nedeljko Malic. Aber auch Philipp Erhardt steht auf der Liste, Manuel Prietl könnte ebenfalls ganz hinten spielen. Am Freitag begann der Steirer beim Test in Kapfenberg gegen Dukla Prag an der Seite von Mahrer und Malic – übrigens in einer Dreierabwehr.

"Wollen entsprechend variabel sein"

Vastic: „Aufgrund seiner Erfahrung ist er hier eine Option.“ Dass der SVM beim 4:1 gegen den Sechsten der tschechischen Bundesliga übrigens nicht mit der gewohnten Viererabwehr ans Werk ging, ist ein Zeichen für mehr Variantenreichtum. Vastic: „Wir wollten auch dieses System probieren, weil wir entsprechend variabel sein wollen. Geklappt hat es ganz gut, überhaupt bin ich mit dem Test sehr zufrieden.“

Zurück zum Thema Innenverteidigung. Hier stellt der Sportliche Leiter Franz Lederer klar: „Das ist vorerst vom Tisch, wir wollen vor den ersten wichtigen Spielen hochkonzentriert arbeiten, um entsprechend gerüstet zu sein.“ Die Augen werden trotzdem weiter offengehalten, bis 31. August bleibt Zeit. Grundsätzlich sei Lederer jedenfalls mit den Transfers zufrieden: „Wenn alle gesund bleiben, haben wir einen sehr guten Kader, der sich qualitativ verbreitert hat. Es gibt aber trotzdem für keinen Spieler eine Komfortzone, dementsprechend wird auch gearbeitet.“