Erstellt am 26. November 2011, 20:41

SV Mattersburg unterliegt Rapid 2:1. Rapid hat den Auswärtstrend auch in der 16. Runde der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Der nun seit sechs Meisterschaftsspielen ungeschlagene Rekordmeister erkämpfte am Samstag gegen Mattersburg einen 2:1-Sieg und stieß damit in der Tabelle zumindest bis Sonntag auf Rang zwei vor.

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Naumoski hatte die Gastgeber kurz vor der Pause in Führung gebracht, Nuhiu (69.) und Hofmann (79.) glückte noch die Wende in einer Partie, die beide Teams nach Gelb-Rot für Rodler (72.) und Drazan (83.) nur mit zehn Mann beendeten.

Rapid-Coach Schöttel setzte wieder auf sein 4-2-3-1-System und gab Goalie Königshofer den Vorzug gegenüber dem zuletzt unsicheren Payer. Der 22-Jährige wurde bei seinem Liga-Debüt bereits in der 6. Minute gefordert, als er einen Schuss von Mörz mit den Fingerspitzen an die Stange lenkte. Fast im Gegenzug tauchte Prager in Folge eines missglückten Hofmann-Schusses allein vor Borenitsch auf, scheiterte aber am SVM-Schlussmann.

Dies sollte die einzige Chance der Hütteldorfer vor der Pause gewesen sein. Nicht nur mit ihrem umständlichen, ideenlosen Spielaufbau und ihrer fehlenden Kreativität erinnerten die Rapidler wieder an die Spiele der ersten Saisonphase - auch die zuletzt stabile Abwehr leistete sich beim Gegentor einen Total-Aussetzer.

Bei einem weiten Ausschuss von Borenitsch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte wirkten Pichler und Schimpelsberger völlig indisponiert, Naumoski bedankte sich und spitzelte den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen. Es dauerte bis zur 62. Minute, ehe Rapid dem Ausgleich nahekam. Zunächst fand Burgstaller in Borenitsch seinen Meister, nach dem darauffolgenden Corner traf Sonnleitner nur die Latte.

Der ersehnte Ausgleich gelang sieben Minuten später, allerdings auf irreguläre Art und Weise. Borenitsch parierte einen Hofmann-Schuss und Nuhiu staubte in Abseitsposition per Kopf ab. Immerhin fiel das Siegestor in der 79. Minute regelkonform: Nach einer Hereingabe von Drazan traf Hofmann aus 18 Metern genau ins Kreuzeck.

Zu diesem Zeitpunkt war Mattersburg nach Gelb-Rot gegen Rodler (72.) bereits dezimiert, doch Drazan sorgte elf Minuten später für den numerischen Gleichstand, nachdem er einen Mattersburger Konter mit einem Foul verhindert hatte. Kapital konnten die Burgenländer daraus aber nicht mehr schlagen, die beste Möglichkeit vereitelte Königshofer in der 96. Minute, indem er einen Bürger-Freistoß entschärfte. Damit ging der SVM nach drei Runden wieder als Verlierer vom Platz, kassierte erstmals nach vier Spielen gegen Rapid wieder eine Niederlage, hat aber weiter vier Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Kapfenberg.

Fußball-tipp3-Bundesliga (16. Runde): SV Mattersburg - SK Rapid Wien Endstand 1:2 (1:0). Pappelstadion, 9.200, Eisner.

Torfolge: 1:0 (45.+1) Naumoski
1:1 (69.) Nuhiu
1:2 (79.) Hofmann

Mattersburg: Borenitsch - Farkas, Malic, Pöllhuber, Rath (40.Rodler) - Höller, Seidl (78. Parlov), Steiner, Mörz - Naumoski (64.Röcher), Bürger

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler, Katzer - Heikkinen, Prager - Trimmel (50. Nuhiu), Hofmann (86. Thonhofer), Drazan - G. Burgstaller

Gelb-Rot: Rodler (72.) bzw. Drazan (83.)
Gelbe Karten: Steiner, Malic bzw. Trimmel, Heikkinen, Pichler, Schimpelsberger
Die Besten: Mörz, Naumoski bzw. Hofmann, Burgstaller


Meinungen zum Spiel
Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir sind auch selbst schuld, dass wir nicht zumindest einen Punkt gemacht haben. Wir haben es kaum verstanden, den Ball gut zu halten. Was das Abseitstor betrifft, muss ich damit leben - mit einem grün-weißen Wiener Auge des Schiedsrichters wird es dann schwierig."

Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "In Mattersburg wird niemand mit Glanz gewinnen, hier ist es immer eine haarige Partie. Der Sieg war verdient. Wir haben uns praktisch ein Eigentor geschossen, aber in der zweiten Hälfte war klar ersichtlich, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Ich hoffe, dass wir bis zur Winterpause noch einige Punkte machen, und dann schauen wir, was im Frühjahr möglich ist. Königshofer kann mit seinem Debüt zufrieden sein, er hat am Anfang und am Schluss wichtige Bälle gehalten und auch einige Flanken sicher heruntergepflückt. Für uns ist es wichtig, dass diese Mega-Krise, die uns einige andichten wollten, uns nichts anhaben konnte."