Erstellt am 17. August 2012, 12:06

SVM in Wolfsberg um erste Auswärtspunkte. Coach Franz Lederer fordert: "Wir müssen unser Ding über 95 Minuten durchziehen." Malic und Höller fehlen bei den Kärntnern, die daheim noch ohne Punktgewinn sind - so wie der SVM auswärts.

Makellose Heimbilanz: Die Spieler des SV Mattersburg durften sich nach dem 3:1 gegen Sturm über den zweiten Saisonsieg im Pappelstadion freuen: Nedeljko Malic, Adnan Mravac, Thomas Borenitsch, Marvin Potzmann, Patrick Bürger und Patrick Farkas (v.l.).MICHAEL WELLER  |  NOEN
Die Mattersburger, die mit sechs Punkten bislang drei Zähler mehr als der Aufsteiger aus Wolfsberg gesammelt haben, wollen auswärts zum ersten Mal in der laufenden Saison "anschreiben". Sie treffen auf einen Gegner, der zuletzt auswärts gegen Sturm Graz trotz einer 1:0-Führung in eine 1:4-Pleite schlitterte. Personell kann Trainer Nenad Bjelica gegen den SVM nahezu aus dem Vollen schöpfen, nur Roland Putsche ist aufgrund einer Knieverletzung nicht einsatzfähig.

Vor den Mattersburgern hat der WAC-Trainer großen Respekt. "Mattersburg hat eine sehr gute, zweikampfstarke Mannschaft, nicht nur Naumoski und Bürger, die natürlich sehr gefährlich sind", warnte Bjelica. Aufpassen müsse man vor allem bei Standardsituationen. "Wir werden eine tolle Leistung bringen müssen, um sie zu besiegen", war sich der WAC-Coach bewusst.

Der SVM kassierte zuletzt mit dem knappen 1:2 auswärts gegen Wacker Innsbruck einen kleinen Rückschlag, steht mit sechs von zwölf möglichen Punkten aber ziemlich gut da. "Ich bin froh, dass die Mannschaft nicht zufrieden ist. Sechs Punkte sind schön, wir wissen aber auch, dass wir sechs Punkte verspielt haben", fasste Mattersburg-Trainer Franz Lederer zusammen.

Genauso wie gegen Wiener Neustadt (2:0) und Sturm Graz (3:1) hätte seine Truppe auch in Salzburg (2:3) und eben Innsbruck etwas mitnehmen können. "Jetzt gilt es nicht nur darüber zu reden, sondern wirklich etwas mitzunehmen. Ein Punkt ist ein Punkt, aber wir fahren nicht hin für einen Punkt", sprach der 48-Jährige Klartext.

Gegenüber dem erst in der Schlussphase verlorenen Innsbruck-Spiel müsse sich seine Elf verbessert zeigen. "Wir sind immer passiver geworden, je länger das Spiel gedauert hat. Wir haben uns in Sicherheit geglaubt, das geht in der Bundesliga aber nicht", ließ Lederer die Niederlage noch einmal Revue passieren. Das soll nicht noch einmal passieren. "Gegen den WAC müssen wir unser Ding über 95 Minuten durchziehen und unsere Konter sauberer fertig spielen", forderte Lederer.

Unterschätzen dürfe man den Gegner keinesfalls. "Sie sind individuell stark, haben aber auch ein gutes Kollektiv", ist sich Lederer bewusst.  Sein Team muss der längstdienende Bundesliga-Coach zwangsläufig an zwei Positionen umbauen. Nedeljko Malic fällt wegen Knieproblemen rund drei Wochen aus, zudem ist Alois Höller gesperrt.