Erstellt am 21. November 2014, 21:08

SVM mit Glück großer Gewinner der Runde. Mattersburg musste gegen Innsbruck nach der Pause lange zittern, ehe die Burgenländer am Ende doch über einen 3:1-Erfolg jubeln konnten. Weil Tabellenführer LASK gegen Kapfenberg (0:0) Punkte liegen ließ und auch Liefering in Hartberg mit 3:1 verlor, ist Grün-Weiß der große Gewinner der Runde im Spitzenfeld.

 |  NOEN, zvg
Dabei sah vor der Pause noch alles nach einem klaren Erfolg der Mannschaft von Trainer Ivo Vastic aus. Denn von Beginn an übernahmen die Mattersburger das Kommando. Die erste große Chance hatten allerdings die Gäste aus Innsbruck, als Rene Renner plötzlich vor Goalie Markus Kuster auftauchte, der Ball landete knapp neben der Stange.

Dann aber machte der SVM ernst. Erst im Zuge eines raschen Tempo-Gegenstoßes, als Michi Perlak Alex Ibser bediente, dieser allerdings an Tormann Julian Weiskopf scheiterte. Die anschließende Ecke brachte dann aber doch den gewünschten Erfolg. Verteidiger Thorsten Mahrer schummelte sich an seinen Gegnern vorbei in den Strafraum und kam völlig frei zum Kopfball, den er per Aufsitzer gekonnt und unhaltbar zum 1:0 versenkte (14.).
In weiterer Folge machten die Gastgeber vieles richtig, aber leider nicht alles. Vieles, weil sie die Tiroler gut unter Druck setzen und da fast eine Art Power Play aufziehen konnten, nur fehlte  es am nötigen Abschluss. Ein Beispiel: Dominik Doleschal, dessen Drehschuss aus guter Position zu harmlos ausfiel.

Wacker Innsbruck benötigte eine Erholungsphase, um wieder gefährlich zu werden. Armin Hamzic war es schließlich, der einen Stanglpass in Minute 22 nicht aufs Tor brachte, dezent gefährlich war die Situation allemal.

Wirklich brandheiß wurde es im SVM-Strafraum trotzdem nicht, auch wenn Hamzic einmal nach einem Ernergieanfall plötzlich an der Outlinie neben dem Tor auftauchte, aber keinen Abnehmer fand. Tatsächlich kontrollierten die Burgenländer das Geschehen und wurden schließlich kurz vor der Halbzeit belohnt. Nach einem weiten Abschlag verlor Zeljko Djokic den Ball unnötigerweise,

arim Onisiwo nutzte die unfreiwillige Vorlage, zündete den Turbo und überhob schließlich Weiskopf überlegt zum 2:0. Zu diesem Zeitpunkt waren 41 Minuten gespielt – gleichzeitig war das auch der Pausenstand, den Markus Kuster sicherte, als Marco Kofler nach einem Corner zu mittig schoss und den 20-Jährigen nicht bezwingen konnte. 

Völlig anderes Bild nach dem Seitenwechsel

 In der zweiten Halbzeit änderte sich das Spiel dann vollkommen. Der Grund ist einfach: Unmittelbar nach Wiederbeginn (46.) gelang Innsbruck der Anschlusstreffer, als Alexander Gründler eine Flanke an Kuster vorbei ins kurze Eck per Kopf zum 2:1 verwerten konnte. Davon ließen sich die Heimischen lähmen. Zweimal war es danach Simon Zangerl, der zumindest leise am Ausgleich anklopfte. In dieser Phase wirkte der Titelaspirant aus dem Burgenland ratlos – mit zu wenig konstruktiver Entlastung nach vorne. Dann verpasste abermals Zangerl das 2:2, diesmal war aber Markus Kuster „schuld“, der dessen satten Schuss noch per Fußabwehr über die Latte lenken konnte. Schließlich durfte auch noch Kofler ran, der ebenfalls kräftig  gegen das Runde trat, aber das Ziel verfehlte.

Und es ging munter weiter mit dem Innsbrucker Chancenvernebeln:  Der eingewechselte Andreas Hölzl schoss zu zentral, ehe der ebenfalls  eingetauschte Thomas Hirschhofer in den freien Raum ging, aber den Ball an Kuster vorbei neben das Tor schob.

Auf der Gegenseite fand Manuel Prietl – ebenfalls neu im Spiel – die beste SVM-Gelegenheit vor, als er nach einem ruhenden Ball im Sechzehner zum Schuss kam, jedoch über die Latte zog.
Und doch: Am Ende brachte Grün-Weiß die drei Punkte ins Trockene, mehr noch: Patrick Farkas gelang bei einem Gegenstoß sogar noch Treffer numero drei.

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STATISTIK

SV MATTERSBURG – WACKER INNSBRUCK 3:1 (2:0).- Torfolge: 1:0 (14.) Mahrer, 2:0 (41.) Onisiwo, 2:1 (46.) Gründler, 3:1 (92.) Farkas.
Gelb: Ibser (49., Foul), Sprangler (79., Unsportlichkeit); Hauser (32., Foul), Kofler (49., Unsportlichkeit), Bergmann (94., Foul).
SR: Gishamer.- Pappelstadion, 2.400.
Mattersburg: Kuster; Höller, Mahrer, Rath, Novak; Ibser, Jano, Sprangler (81. Farkas), Perlak (71. Prietl), Doleschal (58. Pink); Onisiwo.
Innsbruck: Weiskopf; Bergmann, Popp, Djokic, Hauser; Gründler (63. Hirschhofer), Kofler, Säumel, Hamzic, Renner; Zangerl (76. Hölzl). 

STIMMEN

Trainer Ivo Vastic: „Das war heute ein Arbeitssieg, wir haben uns aber trotzdem wieder zurückgekämpft und die drei Punkte geholt.“
 
Präsident Martin Pucher: „Mit dem Spiel an sich war ich gar nicht zufrieden, vor allem deshalb, weil wir uns nach dem Gegentor gar nicht mehr erfangen haben.“
 
Spieler Markus Pink (erstmals seit langer Verletzungspause wieder dabei): „Ich bin sehr froh über das Comeback, vor allem, weil es schmerzfrei über die Bühne gegangen ist und wir drei Punkte geholt haben. Nicht so gut war, dass ich keine Torchance hatte.“
 
Spieler Alex Ibser: „In der ersten Halbzeit haben wir dominiert, die zweite Halbzeit war dann fast inferior.“
 
Spieler Lukas Rath: „Vor der Pause haben wir sehr gut gespielt, das Gegentor nach der Pause hat dann den Innsbruckern in die Karten gespielt. Sie haben mit zwei Stürmern viel mehr Druck als in der ersten Halbzeit gemacht, wir haben überhaupt nicht mehr ins Spiel gefunden. Am Ende haben wir trotzdem gewonnen und zwei Punkte auf den LASK gutgemacht.“