Erstellt am 22. Mai 2015, 21:38

von Bernhard Fenz

SVM praktisch Meister. Nur der Bundesliga-Meisterteller konnte nach der vorletzten Runde und dem 2:0-Erfolg gegen den Kapfenberger SV noch nicht übergeben werden, weil die (nicht aufstiegsberechtigten) Lieferinger in Horn mit 2:0 gewinnen konnten.

 |  NOEN, Bernhard Fenz
Das heißt vor dem direkten Duell in der letzten Runde: Die Burgenländer liegen mit drei Punkten und dem um zehn Treffer besseren Torverhältnis in Front, sind also so gut wie durch.

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MATTERSBURG - KAPFENBERG 2:0. Ein Blitztor sollte die Burgenländer bereits nach 15 (!) Sekunden auf die Siegerstraße bringen: Der SVM attackierte früh, Michi Perlak spielte auf Manuel Prietl, der Markus Pink mustergültig bediente – und die Nummer 32 des SVM lie0ß sich die Chance nicht nehmen. Zwar brachte der Bundesliga-Aufsteiger in der Folge nicht das nötige Offensiv-Gewitter auf den Rasen, fand aber trotzdem Chancen auf das zweite Tor vor. Nach der Pause schienen die Steirer ernst zu machen mit dem Ausgleich, gerade in dieser Phase erlöste Karim Onisiwo aber den SV Mattersburg mit seinem Tor zum 2:0.

Direktes Duell um den Titel am Freitag

Für den Titelkampf heißt das nun: Am nächsten Freitag kommt es in Grödig gegen den Zweiten Liefering zum direkten Duell. Die Jungbullen müssten deutlichst (mit fünf Toren Differenz) gewinnen, um den SVM als Meister noch abzufangen. Die Chance, nicht nur Aufsteiger, sondern auch Meister zu werden, ist für den SVM also riesengroß.
 

Stimmen zum Spiel

Trainer Ivo Vastic: „Das Blitztor von Markus Pink hat uns natürlich in die Karten gespielt, danach haben wir zwar viele Räume vorgefunden, aber nicht das zweite Tor gemacht. Das ist dann nach der Pause zum günstigsten Zeitpunkt gelungen. Insgesamt war die Leistung der Mannschaft gut. Was Liefering macht, können wir nicht beeinflussen, aber jetzt wollen wir uns in der letzten Runde den Titel sichern.“
 
Markus Pink: „Es war sehr schwierig zu spielen, wir haben es aber sehr gut gemeistert und sind am Ende froh, verdient 2:0 gewonnen zu haben. Jetzt werden wir das Wochenende dazu nutzen, um die letzten Kräfte zu mobilisieren – dann werden wir schauen, was uns der Trainer für Anweisungen vor dem direkten Duell gegen Liefering gibt.““
 
Patrick Farkas: „Wir haben super begonnen mit dem schnellen 1:0, dann aber haben wir ein wenig den Faden verloren. Kapfenberg ist aber nie brandgefährlich geworden. Nach dem 2:0 haben wir das Spiel unter Kontrolle gehabt und verdient gewonnen. So richtig freuen kann man sich nicht, weil wir den Meistertitel gerne zu Hause gefeiert hätten.“
 
Manuel Prietl: „Es war ein sehr schwieriges Spiel, Kapfenberg ist kein leichter Gegner. In der zweiten Halbzeit war das Spiel mit dem 2:0 entschieden.
 
Thorsten Röcher: „Letztlich ist der Sieg verdient, jetzt fahren wir nach Grödig, um uns im direkten Duell gegen Liefering den Meisterteller zu sichern.“
 
Alex Ibser (erstmals seit seiner Hüftoperation im Winter wieder dabei): „Mich freut natürlich der Sieg, aber vor allem auch, dass die Hüfte gehalten hat und es passt. Ich habe zwar ganz leichte Schmerzen, bin aber zuversichtlich, dass es nun immer besser gehen wird.“



STATISTIK
 
SV MATTERSBURG – KAPFENBERG 2:0 (1:0).- Torfolge: 1:0 (1.) Pink, 2:0 (59.) Onisiwo.
Gelb: Gollner (75., Foul).
SR: Trattnig.- Pappelstadion, 3.700.
Mattersburg: Kuster; Höller, Malic, Mahrer, Novak; Jano; Farkas (82. Ibser), Perlak (62. Röcher), Prietl; Pink (76. Bürger), Onisiwo.
Kapfenberg: Nicht; Yatsuzuka, Bubalovic, Gollner, Suppan (46. Hütter); Grgic, Nutz; Vollmann (46. Bahtic), Wendler, Imbongo (76. Dos Santos); Witteveen.