Erstellt am 04. August 2014, 21:08

von Bernhard Fenz

Top-Spiel: Mattersburg festigt Führung. Der SV Mattersburg schoss den SKN St. Pölten am Montagabend mit 4:0 aus dem Pappelstadion. Damit sind die Burgenländer weiter Tabellenführer – mit zehn Punkten aus vier Spielen und dem beeindruckenden Torverhältnis von 10:0.

 |  NOEN, Martin Ivansich

Was für ein Abend! Der SVM setzte nach dem 4:0-Sieg in Hartberg noch einen drauf und schoss Titel-Mitkonkurrent St. Pölten letztlich souverän mit 4:0 aus dem Pappelstadion.

1:0 durch Sven Sprangler

Zu Beginn gingen freilich noch beide Mannschaften mit den wohl gleichen Offensivambitionen in das Spiel – kein Wunder, konnten doch sowohl die Mattersburger, als auch die St. Pöltener Euro-Fighter (trotz 0:1 in Eindhoven) zuletzt eine weitere Portion an Selbstvertrauen tanken. Die erste große Gelegenheit fanden die Gastgeber in Minute acht vor, aber Karim Onisiwo schlenzte den Ball im Sechzehner nicht über Goalie Patrick Kostner, sondern legte noch einmal ab für den heranstürmenden Michael Novak – eine falsche Entscheidung, die Vorlage war aber zu steil.

Sechs Minuten später (dazwischen wurde eine aussichtsreiche St. Pölten-Chance nach einem Stanglpass wegen Abseits zurückgepfiffen) machte es Onisiwo – den die Gäste nie in den Griff bekommen sollten - dann deutlich besser, als er eine herrliche Vorlage von Michael Perlak in den Rücken der Abwehr ablegte, wo Sven Sprangler wartete und den Ball im langen Eck zum 1:0 versenkte.

Die Heimischen blieben gefährlich

Die spielfreudigen Heimischen blieben auch in weiterer Folge gefährlich, etwa bei einem weiteren Onisiwo-Vorstoß, dessen geschlenzter Ableger aber keinen Abnehmer fand. Danach verflachte die Partie etwas, und es dauerte bis zur 26. Minute, ehe sich wieder etwas tat. Dann aber brannte es im Strafraum der St. Pöltener, als der Ball über Onisiwo und Perlak beim heranbrausenden Michi Novak landete, der plötzlich im Fünfer vor Goalie Kostner die Riesenchance vorfand, aus spitzem Winkel aber das Runde am langen Eck vorbeischob.

St. Pölten? Harmlos. Es musste ein Fehler der SVM-Hintermannschaft passieren, damit die Niederösterreicher gefährlich wurden. 30. Minute: Patrick Farkas will klären, serviert den Ball aber einem Gegner, der schlenzt zu Daniel Segovia, aber dem spanische Legionär (der an Tormann Markus Kuster vorbeigehen kann) wird der spitze Winkel zum Verhängnis – Außennetz.

Beim SVM prüfte Verteidiger Thorsten Mahrer kurz vor der Pause noch einmal den Schlussmann der Gäste.
Nach Wiederbeginn konnte St. Pölten die Begegnung offener gestalten. Das lag aber eher daran, dass sich wenig bis nichts in der wirklichen Gefahrenzone tat.

Pink verwertete Elfer souverän zur Entscheidung

Die Burgenländer wiederum setzten in der 69. Minute dann zur Vorentscheidung an (zuvor vergab Alex Ibser aus aussichtsreicher Position), als eine Chance vom Gegner nicht geklärt werden konnte und Michael Ambichl Karim Onisiwo im Strafraum zu Fall brachte. Schiedsrichter Sebastian Gishamer zeigte auf den Elferpunkt, Markus Pink verwertete souverän zur Entscheidung. Wenig später fand Pink sogar die Chance auf das 3:0 vor, die Fingerspitzen von Patrick Kostner retteten St. Pölten vor einem dritten Gegentreffer.

Es blieb aber nicht beim 2:0 – weil die Burgenländer an diesem Tag einfach zu spielfreudig waren. Also schloss Pink eine wunderschöne Aktion mit seinem zweiten Tor des Abends ab.

Und es sollte noch deftiger für die Niederösterreicher kommen, als der eingewechselte Thorsten Röcher in Minute 86 nicht konsequent attackiert wurde und den Ball lässig an Kostner zum 4:0-Endstand vorbeischob.
 

 


Stimmen zum Spiel

SVM-Trainer Ivica Vastic: „Wir wollten die Leistung vom 4:0 in Hartberg wiederholen, das ist uns gelungen. Der Sieg geht am Schluss auch in dieser Höhe in Ordnung.“

SVM-Präsident Martin Pucher: „Man wollte viele Dinge in der letzten Saison nicht sehen, etwa, dass wir so viele Verletzte zu beklagen hatten. Jetzt ist der Kader größer – und das merkt man dann gleich.“

St. Pölten-Trainer Herbert Gager: „Ich hatte in der zweiten Hälfte das Gefühl, dass wir besser ins Spiel kommen. Der Elfer war dann aber die Vorentscheidung.“

Doppeltorschütze Markus Pink: „Es ist egal, wer die Tore macht. Hauptsache, die Mannschaft funktioniert. Wir denken aber weiter nur von Spiel zu Spiel.“
 


Statistik

MATTERSBURG - SKN ST. PÖLTEN 3:0 (1:0).
Torfolge: 1:0 (14.) Sprangler, 2:0 (69.) Pink (Foulelfer), 3:0 (75.) Pink, 4:0 (86.) Röcher.
Gelb: Parada (35., Gelb), Segovia (64., Unsportlichkeit), Holzmann (81., Foul).
SR: Gishamer.- Pappelstadion, 4.200.
Mattersburg: Kuster; Farkas, Mahrer, Rath, Novak; Höller (61. Pink), Jano, Perlak (65. Röcher), Sprangler (87. Majstorovic), Ibser; Onisiwo.
St. Pölten: Kostner; Grasegger, Huber, Wisio, Holzmann; Stec, Parada (57. Fucik), Ambichl (77. Kragl), Hartl (77. Drga); Kerschbaumer, Segovia