Erstellt am 22. August 2012, 00:00

TOP-THEMA. TIPP3 BUNDESLIGA / Didi Kühbauer hatte gegen Salzburg eine emotionale Nachspielzeit. Sportlich muss Admira nun nach Graz.

So viel Trubel hatte sich Didi Kühbauer, seines Zeichens SV-Mattersburg-Legende und auf der Betreuerbank erfolgreicher Admira-Chefcoach, am Samstag gegen Salzburg wohl nicht erwartet. Sportlich gab seine Mannschaft eine 3:0-Führung aus der Hand – am Ende trennten sich die beiden Klubs 4:4. Auf emotionaler Ebene war aber auch das Duell mit Trainerkollege Roger Schmidt ein Aufreger des Abends. Schon vor dem Schlusspfiff war die Stimmung am Kochen. Kühbauer: „Immer wenn ich mit Schiedsrichter Harkam geredet habe, hat er sich eingemischt. Er hat andauernd Gelb gefordert und ist ständig außerhalb der Coaching-Zone gestanden. Wenn ich das mache, muss ich sicher auf die Tribüne. Nur weil er bei Red Bull ist, darf er sich nicht alles erlauben. Er kann nicht glauben, dass Red Bull über allem steht.“

„Ich bin ja kein Rotzbua, dass er mich so behandeln kann“

Kurzfristig eskaliert ist die Sache dann nach Schluss im Kabinentrakt. „Dort hat er noch gemeint, ich sei ein Osterhase und soll deutsch lernen. Dann wollte er noch mit jedem raufen, der da war. Er hat andere Menschen zu respektieren, auch Österreicher mit ihren Dialekten. Ich bin ja kein Rotzbua, dass er mich so behandeln kann. Vielleicht spielt er ja deshalb mit acht Legionären, weil er seine eigenen Spieler auch nicht versteht.“ Der Strafsenat der Bundesliga verhängte am Montag jedenfalls Strafen: Kühbauer muss 1500 Euro wegen unsportlichen Verhaltens berappen, Roger Schmidt 800 Euro.

Zum Sportlichen: Der Eisenstädter Philipp Hosiner führt nach seinen beiden Admira-Treffern beim 4:4 nun die Torschützenliste an: „Ein schöner Anblick, aber das ist eine Momentaufnahme. Mit meiner aktuellen Form bin ich natürlich sehr zufrieden.“ Der Wahl-Wulkaprodersdorfer Kühbauer sah übrigens „unglaubliche“ erste 25 Minuten: „Wir haben da Salzburg vorgeführt. Leider kassierten wir die Gegentreffer zu den denkbar ungünstigsten Zeitpunkten.“ Am Samstag muss Admira in Graz bestehen. Hosiner weiß, dass „Sturm nach der Rapid-Pleite auf Wiedergutmachung aus ist. Wir wollen aber auch dort drei Punkte holen.“