Erstellt am 06. Juni 2012, 00:00

TOP-THEMA. GRASSKI / Grasski-Ass Michael Stocker belegte beim Saison-Opening in Deutschland zweimal den vierten Platz.

VON MICHAEL WELLER

Es geht wieder los! Die Grasski-Saison ist eröffnet und die Athleten kämpfen in halsbrecherischen Abfahrten wieder um die großen und kleinen Kristallkugeln.

Mitten drin das burgenländische Aushängeschild Michael Stocker. Der Neudörfler zählt auch in diesem Jahr wieder zu den heißesten Favoriten auf den Gesamt-Weltcupsieg. Beim Saisonauftakt in Altenselbach in Deutschland ging es für die Athleten zur ersten Formüberprüfung.

Mit einem Slalom und einem Riesentorlauf standen zwei FIS-Rennen auf dem Programm. Michael Stocker konnte bei beiden Rennen den vierten Platz belegen, fuhr im zweiten Slalomdurchgang sogar Laufbestzeit.

„Bin zu 90% schon dort,  wo ich körperlich hin will“

Für den Neudörfler zwar kein berauschendes Ergebnis, doch die Formkurve stimmt. „Im Slalom hatte ich im ersten Durchgang einen schweren Patzer, sonst wäre ich am Podest gestanden“, so der 29-Jährige. „Aber das macht nichts, es ist erst der Anfang der Saison.“

In diesem Stadium des Weltcups ist ein vorsichtiges Herantasten an die Vorjahresleistung angesagt. „Das ist wie beim Boxen. Du kannst im Sparring noch so gut sein, wie es wirklich läuft, merkst du erst beim Wettkampf. Im Training kannst du die Bedingungen nie hundertprozentig simulieren.“

Dennoch fühlt sich Stocker fit. „Ich bin zu 90% dort, wo ich körperlich sein will, habe im Winter viel an Ausdauer und Kraft trainiert.“ Der Rest kommt laut dem ehemaligen Weltcup-Zweiten bei den Rennen.

Weiter geht es bereits am Freitag nach Bömmeli in der Schweiz. „Dort werde ich weiter an meiner Konstanz arbeiten, bevor in zwei Wochen das erste Weltcuprennen in Triest stattfinden wird“, so Stocker.