Erstellt am 26. Oktober 2011, 00:00

TOP-THEMA. FUSSBALL / Die Antauer Fanarbeit könnte Vorbild für kleine Klubs sein. An der Spitze: Wacker-Innsbruck-Freak Max Hergovits.

VON ALFRED WAGENTRISTL

„Unglaublich, was sich der Max hier an Arbeit antut.“ „Er ist definitiv ein Fußball-Verrückter im positiven Sinn.“ „Das Beste, was unserem Verein passieren konnte.“ Das sind nur einige Sager, die man zum Thema Markus Hergovits, seines Zeichens Obmannstellvertreter, am Antauer Sportplatz von Funktionärskollegen zu hören bekommt. Der Antauer Gewerbetreibende, er ist der Nahversorger der 750-Seelen-Gemeinde, ist neben seiner Aufgabe als Obmannstellvertreter des Traditionsvereines auch definitiv der Fanbeauftragte der Schwarz-Weißen.

„Ich lebe Wacker“ ist an sich das Motto des Antauers und damit ist und war immer der Bundesligist Wacker Innsbruck gemeint. Mittlerweile ist das Engagement für den Heimatverein mindestens ebenso groß wie für den Profiklub.

Die 200-Mitgliedergrenze  soll schon bald fallen

 

Der emsige Funktionär schickt vor allen Partien der Trkulja-Elf fleißig SMS an das prall gefülltes Adressbuch in seinem Handy. Das Ergebnis freut nicht nur Spieler und Trainer, sondern natürlich auch die Gastgeber bei Auswärtspartien. Vergangene Woche waren gut 80 Fans beim 1:0-Sieg in Unterrabnitz mit und machten tolle Stimmung. Beim 0:0 am Sonntag gegen Oberpetersdorf waren knapp 200 Zuschauer am Platz, obwohl die Gästefans kaum vertreten waren. Noch dazu ging zeitgleich das große Wiener Derby im TV über die Bühne und das Wetter war alles andere als einladend. Hergovits war vermutlich hauptverantwortlich dafür und tut alles, um die immer fußballbegeisterten Antauer Fußballfans hinter dem Ofen hervorzulocken. „Wir wollen demnächst über 200 Mitglieder haben. Die Arbeit lohnt sich definitiv“, empfiehlt „Max“.