Erstellt am 12. Oktober 2011, 00:00

TOP-THEMA. BASKETBALL / Andi Gschiel, Obmann der Mattersburg Rocks, spricht über die (un)mögliche Bundesliga-Zukunft des Vereins.

VON MICHAEL WELLER

„Bundesliga-Basketball in Mattersburg – das wär‘ doch etwas!“ Diesen und ähnliche Sätze hörte man in der jüngeren Vergangenheit ob der Erfolge der Mattersburg Rocks immer öfter. Vor der Gründung des BKM Rocks, zu Zeiten der 49ers, gab es die höchste Spielklasse ja schon einmal in der Stadt, warum also nicht wieder?

Anlässlich des Achtelfinalspiels im Chevrolet-Cup gegen den Bundesligisten Kapfenberg ergriff Rocks-Obmann Andreas Gschiel die Gelegenheit, um seine Sichtweise und die des Vereins zu diesem Thema darzulegen.

„Bundesliga in Mattersburg ist durchaus denkbar – aber nicht in den nächsten drei bis fünf Jahren“, so die klare Ansage des obersten Rockers.

Strukturen, finanzielle Mittel  und junge Spieler fehlen

 

„Wir sind einfach noch nicht so weit.“ Momentan bewegen sich die Mattersburger im oberen Spitzenfeld der 2. Bundesliga, sie erreichten im Vorjahr das Final-Four um den Meistertitel. „Das ist momentan genau die Position, wo wir hingehören. Auch heuer wollen wir dieses Ziel erreichen, was danach passiert, werden wir sehen“, so Gschiel. Doch selbst im Falle des Titelgewinns ist an einen Aufstieg (noch) nicht zu denken.

„Dafür ist mehr nötig als ein Titel. Die gesamte Struktur des Vereins müsste geändert werden. Wir bräuchten neben einer professionellen Organisation mit einem fix angestellten Sekretär auch einen fixen Trainer und viel mehr Mitarbeiter. Zusätzlich müssten Auflagen vom Verband erfüllt werden, wie etwa eine Mannschaft in jeder Jugendkategorie. Und dann hätten wir das Problem, dass unsere Spieler berufsbedingt nicht fünf bis sechs Mal pro Woche trainieren könnten – das wäre aber notwendig. Und nicht zuletzt bräuchten wir 250.000 Euro Saison-Budget.“