Erstellt am 14. September 2011, 00:00

TOP-THEMA. FUSSBALL / Der SV Antau kannte im Bezirksderby der 1. Klasse Mitte gegen Sieggraben keine Gnade und siegte sensationell 10:1.

VON ALFRED WAGENTRISTL

„Es gab zwar am 13. April 2001 mit dem 10:0-Heimsieg gegen Draßmarkt noch einen klareren Erfolg, doch wir wollen nicht unbescheiden sein“, schmunzelte Antau-Obmann Gerhard Wograndl nach dem 10:1-Kantersieg gegen den UFC Sieggraben. Vor allem nach der Pause spielten die Antauer wie aus einem Guss und der Sieg hätte durchaus höher ausfallen können. „Es war nach der Pause sozusagen eine Hinrichtung. Alleine unser Ungarn-Legionär Donat Varga hat noch Top-Chancen auf vier weitere Treffer gehabt“, meinte der ehemalige Antau-Kicker Ewald Gold zum Spiel.

Sein Bruder Andreas war der Mann des Spieles. Er traf ganze sechs Mal gegen die inferioren Sieggrabener Defensivspieler und meinte zu seinem großen Auftritt nur: „Die haben mir derart viel Raum gelassen, dass man praktisch bis ins Tor laufen konnte.“

Miro Trkulja: „Wir haben  gar nicht so gut gespielt!“

 

Nach dem zweithöchsten Pflichtspielsieg der Klubgeschichte hörte sich das erste Statement von Antau-Trainer Miro Trkulja fast unglaublich an: „Wir haben eigentlich gar nicht so gut gespielt. Die Spielanlage des Gegners ist uns extrem entgegengekommen. Vor allem nach der Pause war keine Gegenwehr mehr da.“ Von Sieggrabener Seite hört man natürlich viel Wehklagen nach der Blamage in Antau. „Ich kann mir das nicht erklären. Die Spieler lassen sehr rasch den Kopf hängen und ergeben sich ihrem Schicksal. Da ist kein Feuer vorhanden und dazu laufen unsere Legionäre auch noch ihrer Form nach“, meinte etwa Obmannstellvertreter Hansi Schmidl zur Demontage im Antauer Rupa-Stadion. Neo-Trainer Johann Beyvl schlägt in eine ähnliche Kerbe: „Ich weiß, dass die Spieler in der Klasse konkurrenzfähig sind. Leider geben sie momentan zu früh auf.“