Erstellt am 31. August 2011, 00:00

TOP-THEMA. SNOWBOARD / Der Forchtensteiner Tom Weninger, Cheftrainer des Parallel-Weltcupteams – steht nach wie vor zu seinen Wurzeln.

VON ALFRED WAGENTRISTL

„Ich fühle mich nach wie vor als Burgenländer und werde mich hüten, dieses Naheverhältnis in Zukunft irgendwie schwächer werden zu lassen“, deklariert sich der neue Chefcoach des österreichischen Parallel-Weltcupteams. Tom (oder auch „Minus“, wie ihn seine Jugendfreunde nennen) Weninger hat mit dieser Beförderung – weitere Infos dazu finden Sie auf Seite 65 – einen verantwortungsvollen Job in der österreichischen Wintersportszene übertragen bekommen. Er absolvierte in Forchtenstein die Volksschule und maturierte 1992 im Gymnasium in Mattersburg. „Von 1992 bis 1999 habe ich Sportwissenschaften studiert und bin über die Ausbildungsschiene in den Betreuerstab des Österreichischen Skiverbandes gekommen“, so der Forchten-steiner, der jetzt die burgenländische Beteiligung im österreichischen Spitzensnowboard zusammen mit der Südburgenländerin Julia Dujmovits verdoppelt hat.

Mit „Papa Franz“ die Liebe  zum Wintersport entdeckt

 

Der heutige Boss von Dujmovits kam im Alter von wenigen Monaten mit Mutter Monika und Vater Franz (er stammt aus Raiding) aus Deutschland ins Burgenland. Damals ließen sich die Eltern in Mattersburg nieder und zogen fünf Jahre später nach Forchtenstein. Thomas, der Älteste von vier Geschwistern, war in seiner Jugend ein begeisterter Judoka und konnte auch einen Nachwuchs-Staatsmeistertitel holen. „Mein Vater ging mit mir auch oft Skifahren, so entdeckte ich die Liebe zum Wintersport“, so Weniniger. Zwar ist der Sportwissenschaftler seit 1. Mai dieses Jahres nahe Innsbruck hauptgemeldet, aber „in meinem Herzen bin ich ein waschechter Burgenländer“. Die Verbindung hierher lässt er keinesfalls abreißen – nicht zuletzt, weil Oma und Opa in Forchtenstein den fast einjährigen Enkelsohn natürlich aufwachsen sehen sollen.