Erstellt am 27. Juli 2011, 00:00

TOP-THEMA. FRAUENFUSSBALL / Seit Montagnachmittag fix: Baumgartens Team darf nun doch in die 2. Bundesliga Süd aufsteigen.

VON MICHAEL WELLER UND ALFRED WAGENTRISTL

Wie in der BVZ berichtet, wurde den Mädchen des ASK Baumgarten trotz des Meistertitels in der burgenländischen Frauenliga und der erfolgreichen Relegationsspiele gegen die Meister aus Wien und Niederösterreich der Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd ursprünglich verwehrt. Für Obmann und Damentrainer Stefan Hausmann eine unglaubliche Farce: Fairness und Moral bleiben dabei auf der Strecke, so der empörte Vereinsboss nach Bekanntwerden dieser Entscheidung. Im Zusammenhang mit den Vorgängen in der Relegation um den Aufstieg hat der ASK Baumgarten prompt ein sehr umfangreiches Protestschreiben verfasst. Dieses beinhaltet sehr viele für Baumgarten sprechende Details. So legte der SC Leopoldsdorf nach der verlorenen Relegation etwa einen unzulässigen Protest gegen die Wertung des Spieles ESV Südost Baumgarten (0:6) ein.

ÖFB-Frauenprotestkomitee  hat Entscheidung getroffen

 

Dieser Protest verlief fruchtlos, doch der für den Relegationsbewerb federführende niederösterreichische Fußballverband (NÖFV) sprach zwölf Tage nach dem Spiel eine Strafbeglaubigung von 3:0 aus. Begründung: Einsatz laut ÖFB-Statuten einer zu jungen Spielerin. Gleichzeitig erfolgte die Veröffentlichung der Auslosung zur 2. Frauenliga, in der anstelle des ASK Baumgarten der SC Leopoldsdorf geführt wurde. Hintergrund: Baumgarten hielt sich in der burgenländischen Frauenliga an die Statuten des BFV diese sehen keinen Regelbruch vor. In der Relegation wiederum gibt es keine ausgewiesenen Statuten, daher hatten offensichtlich die Landesstatuten Gültigkeit.

Das leitet sich von der Entscheidung des ÖFB-Frauenprotestkommitees in seiner Sitzung am Montag ab. Dort wurde fixiert, dass die Baumgartnerinnen doch aufsteigen dürfen. Hausmann erleichtert: Ein Sieg der Gerechtigkeit. Wir haben ernsthaft überlegt den Spielbetrieb im Falle einer Niederlage einzustellen viele Stunden wurden investiert, um diese Ungerechtigkeit abzuwenden. Wir freuen uns vor allem für unsere Mädchen.