Erstellt am 22. Dezember 2010, 00:00

TOP-THEMA. FUSSBALL / Tormänner aus dem Osten Österreichs stellten sich bei der 1. Burgenländischen Keeperolympiade der Konkurrenz.

VON MARTIN IVANSICH

„Es war ein Vergleichskampf der sich sehen lassen kann. Die Teilnehmer müssen Farbe bekennen. Die Bewerbe und Übungen sind so konzipiert, dass Ausreden heute besonders unangebracht sind“, meinte Tormann-Legende Gerhard „Löwe“ Horvath schon vor der Veranstaltung.

Zu dem spannenden Bewerb kann man den Akademieschülern Tobias Schriefl, Philipp Fennes und Michael Wilfing, den sie im Rahmen ihres Matura-Projektes auf die Beine stellten, nur gratulieren. An die 20 Handschuhträger aller Leistungsstufen des Amateurfußballs waren in das Ritzinger Sportzentrum gekommen um sich mit der Konkurrenz zu messen. Die Bedingungen waren ideal. Die schöne Kunstrasenhalle trug bei sämtlichen Bewerben maßgeblich dazu bei, dass faire Bedingungen nie Diskussionsthema waren.

Der mentale Teil war ein  Highlight der Veranstaltung

Die motivierten Teilnehmer, die zwischen 16 und 35 Jahre alt waren, wurden auf vier Stationen auf ihre körperlichen Fitness, ihrer fangtechnischen Fähigkeiten, ihrer Fußtechnik, ihrem taktischen Verhalten und auf ihre mentalen Stärken und Schwächen getestet.

Ex-Profi und Nationaltorwart Roland Goriupp überprüfte Sprung-, Wurf- und Schusskraft. Dazu nahm er noch die Reaktionsschnelligkeit unter die Lupe. „Löwe“ Horvath begutachtete Fang und Falltechnik. Die Fußtechnik und das taktische Verhalten zu überprüfen blieb Alfred Wagentristl vorbehalten. Ein Highlight war die Station die Ex-Baumgarten-Goalie und Sportwissenschaftler Norbert Braunstorfer überwachte. Die Tormänner mussten ihre Wahrnehmung und Konzentration unter Beweis stellen. Sieger der spannenden ersten Keeper-Olympiade wurde der steirische Goalie Jaro Kasprisin, vor Markus Böcskör und Baumgarten-Goalie Leo Höppel.