Erstellt am 17. Februar 2016, 10:35

von Clemens Ivanschitz

Ulreich führte Rocks zum 13. Saisonsieg. Trotz Anfangsschwierigkeiten fuhr Mattersburg gegen den amtierenden Meister einen knappen 74:72-Sieg ein.

Sebastian Pinterits (rechts) und die Mattersburger feierten vor toller Kullisse den 13. Saisonsieg.  |  NOEN, zVg

Am vergangenen Samstag trafen die Mattersburg Rocks vor heimischer Kulisse auf den amtierenden Meister aus Wien. Trotz der bisher mäßigen Saison der Timberwolves avancierte das Spiel zu einem wahrlichen Thriller, in dem die Burgenländer letztendlich mit einem hauchdünnen 74:72 das bessere Ende für sich hatten und ihre Siegesserie fortsetzten.

Aufholjagd nach dem Seitenwechsel

Beide Teams waren nicht in Bestbesetzung angetreten – während beim BKM Topscorer Hannes Artner sowie Michi Mach fehlten, mussten die Wiener ohne Vincent Polakovic, David Geisler und Matthias Kutschera antreten.

Die Gäste hatten zu Beginn mehr vom Spiel, Renato Poljak stellte vorerst die 13:5-Führung sicher. Der BKM agierte nachlässig und ließ, sehr zum Ärger von Coach James Williams, auch an Aggressivität vermissen. Vor den Augen der über 200 Fans, darunter viele Kinder aus dem Volksschulprogramm unter der Leitung von Velko Evgenievski, war zu sehen, wie sich die in blau agierenden Wölfe ein ums andere Mal in Szene setzten – in der ersten Habzeit (33:39) betrug der Vorsprung für Hubert Schmidts Mannen immer knapp unter zehn Zähler.

Nach dem Wechsel erhöhte Petar Cosic den Unterschied auf zehn Punkte, ehe sich Mattersburg endlich aufbäumte. Angeführt von Topscorer Stefan Ulreich, der unglaubliche 30 Zähler beisteuerte, wurde der Rückstand sukzessive verkürzt. Bis zum Ende dieser dritten Periode ging sich auch noch die erstmalige Führung aus, Corey Hallett verwertete zwei Freiwürfe zum 58:57. Die Wiener ließen sich nicht abschütteln und so blieb es eine spannende und umkämpfte Partie bis zum Ende. Mattersburgs Kapitän war es, der den letzten Wurf versenkte zum Endstand von 74:72 – zwar hatten die Gäste aus Wien noch Zeit für einen Angriff, dieser brachte jedoch keine Punkte mehr ein und somit blieb es beim knappen Heimsieg des Tabellenzweiten. „Die Timberwolves zeigten heute eine tolle Leistung, vor allem in der Verteidigung hatten wir große Schwierigkeiten“, so Rocks-Coach James Willimas nach dem Zittersieg. Am Samstag gastieren die Rocks bereits bei den Radenthein Garnets. Beginn ist um 18.30 Uhr.