Erstellt am 19. Juni 2013, 00:00

„Unser Trainer kennt Gott und die Welt“. Umbruch / Sigleß-Obmann Arnold Ernst sprach mit der BVZ über Neo-Coach Norbert Barisits, den neuen Kader und Verbesserungen.

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BVZ: Neo-Erstligist Parndorf fixierte für den SV Sigleß den Ligaverbleib. Sind Sie erleichtert?

Arnold Ernst: Natürlich ist uns ein Stein vom Herzen gefallen. Wir spielen selbstverständlich lieber in der BVZ Burgenlandliga als in der 2. Liga Mitte.

Mit Trainerlegende Norbert Barisits haben Sie einen überaus erfahrenen Mann engagiert. Wie kam es zu dieser Verpflichtung?

Ernst: Wir haben Norbert Barisits bereits vor rund zwei Monaten kontaktiert. Er hat immer betont, dass er die Mannschaft sofort übernimmt, wenn wir in der Liga bleiben. Er hätte es womöglich auch in der 2. Liga gemacht. Daher haben wir mit jenen Trainern, die sich bei uns gemeldet haben, gar nicht gesprochen. Wir sind von ihm überzeugt.

Wie sieht es mit der Kadersituation aus?

Ernst: Christoph Zistler war leider sehr oft verletzt und hat oft gesagt, dass er sich die BVZ Burgenlandliga nicht mehr antun will. Bei Mario Seckel und Peter Nemeth ist schon seit längerer Zeit festgestanden, dass es zu einer Trennung kommen wird. Liviu Kulman wechselt nach Schwarzenbach. Bei ihm kann es sein, dass er mit der Art von Trainer Norbert Barisits, der von seinen Akteuren eine für diese Liga professionelle Einstellung verlangt, nicht klar kommen würde. Er ist aber ein sehr guter Fußballer, wenn er motiviert ist. Christoph Krenn wechselt zum UFC Purbach. Hinter Ivan Mihailovic steht noch ein Fragezeichen.

Das hört sich nach einem großen Umbruch an. Wurde denn mit den anderen Spielern schon über einen Verbleib gesprochen?

Ernst: Die anderen haben gesagt, dass sie zu 99 Prozent bleiben. Oft ist es dann aber so, dass sich gerade dieses eine Prozent durchsetzt und die Spieler den Klub verlassen.

Was will der Klub in der nächsten Saison verbessern, um den Ligaverbleib früher zu fixieren?

Ernst: Erstens denke ich, dass wir mit Norbert Barisits den richtigen Mann geholt haben. Er ist ein engagierter Trainer, der Gott und die Welt kennt – es gibt einige Akteure, die unter ihm spielen möchten. Er wird die richtige Mannschaft zusammenstellen. Zweitens glaube ich, dass wir – wenn wir in der Offensive den einen oder anderen Spieler holen – nicht mehr so oft knapp verlieren.

Der Abschied von Kapitän Christoph Krenn (er wechselt zum UFC Purbach) ist für den SV Sigleß natürlich besonders schmerzlich. Der Defensivallrounder war einer der zweikampfstärksten Spieler im Team und einer der wenigen Führungsspieler. Es wird an Neo-Trainer Norbert Barisits und am Funktionärsteam liegen, die Abgänge adäquat zu ersetzen. Krenn selbst sieht beim UFC Purbach eine größere sportliche Herausforderung wie bei seinem Stammverein. Der UFC ist mit Neo-Trainer Andreas Haller drauf und dran eine Mannschaft zu formen, die um den Titel mitspielen kann.

A. Wagentristl