Erstellt am 25. Januar 2012, 00:00

Unter 18 oder nicht?. 1. KLASSE MITTE / Momentan drehen die Manager ihre Runden bei den Vereinen und bieten Unter-18-Spieler an.

 |  NOEN
x  |  NOEN

VON JOCHEN SCHÜTZ

Die Regel des Burgenländischen Fußballverbandes, dass unter 18-jährige ausländische Fußballer den österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt sind, löst im Moment bei vielen Vereinen Chaos aus. Auf der einen Seite lösen so viele Vereine das Problem, ihren Kader aufzufüllen. Auf der anderen Seite nutzen die sogenannten Spielervermittler die Möglichkeit, junge Legionäre bei Vereinen unterzubringen.

Zoltan Kovacs war  schon zu alt

 

Erst jetzt zeigte sich wieder, wie so einige Spielervermittler mit den Verantwortlichen von den Vereinen umgehen. Der ASK Tschurndorf war auf der Suche nach einem gleichgestellten Legionär und wurde auch fündig. Bei einem Testspiel beobachtete man Zsoltan Kovacs, er wurde von einem Vermittler als Unter-18-Spieler präsentiert. Als es dann zu einem konkreten Gespräch kam, platzte die Bombe und die Verantwortlichen des ASK Tschurndorf brachen die Verhandlungen ab. Obmann Fraunschiel dazu: „Es ist schon teilweise fraglich, was dir die Vermittler erzählen.“

Die Transferzeit neigt sich dem Ende zu und die Spielervermittler drehen ihre Runden, um ihre Spieler unterzubringen. Vorsicht ist jedoch auf jeden Fall geboten, denn wie man sieht, haben so manche Manager nicht die Courage, die Wahrheit über ihre Spieler zu sagen und erzählen den Vereinsverantwortlichen das, was sie hören wollen. Da kommt es dann auch vor, dass ein Verteidiger als Stürmer angeboten wird. Deshalb sollte man einen Spieler besser testen, als blind zu verpflichten.