Erstellt am 05. Februar 2014, 23:59

Verband in der Kritik. Eisige Zeiten / Der Zustand des Kunstrasenplatzes am Gelände des Burgenländischen Fußballverbandes sorgte zuletzt für Aufregung.

Wolfgang »Willi« Hatzl, Trainer des SC Neudörfl, war über die Bedingungen erbost.  |  NOEN

Der Kunstrasen Eisenstadt entpuppte sich für die darauf spielenden Teams zumindest am vorigen Wochenende als Eislaufplatz. Die Verletzungsgefahr war eklatant, das Preis-Leistungs-Verhältnis, in Anbetracht dessen, dass es sich um den Kunstrasen des Fußballverbandes handelt, inferior. So sahen es jedenfalls einige Vereinsvertreter.

Die Trainer beschweren sich über BFV-Platz 

Gerhard Kern, Obmann des SC Bad Sauerbrunn: „Der Kunstrasen war wirklich grenzwertig. Die Verletzungsgefahr ist eindeutig zu hoch, wenn sich das Terrain in diesem Zustand befindet. Ärgerlicherweise kommt noch dazu, dass der BFV-Kunstrasen auch noch teurer ist als andere im Land.“

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Auch Neudörfls Coach Wolfgang „Willi“ Hatzl bläst in dasselbe Horn: „Das Kunstrasenspiel am Verbandsplatz war hochgradig gefährlich.“

Das Verhältnis Preis zu Leistung passt nicht 

Und Hatzl weiter: „Die Verhältnisse des Steinbrunner Kunstrasens sollten Standard sein. In Eisenstadt ist zu wenig Granulat im ‚Rasen‘, da gehört dringend etwas unternommen.“

Rohrbachs Coach Christoph Stifter ist ebenfalls alles andere als zufrieden: „Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht. Schade, dass wir am Mattersburger Kunstrasen der Akademie nicht spielen dürfen. In jedem Fall sollte der BFV den Vereinen preislich mehr entgegenkommen.“

Knöbl: „Wir tun unser Möglichstes“

So oder so: Die Verletzungsgefahr ist laut den Trainern am Verbandsplatz größer als auf anderen Kunstrasenplätzen. Woran könnte das liegen?

„Es werden viele Stunden investiert, um den Platz bespielbar zu machen. Wir tun unser Möglichstes“, so BFV-Geschäftsführer Simon Knöbl. Der als Platzwart beim BFV angestellte Günter Wurdits ergänzt: „Wir haben leider nicht die Maschinen, um bei diesen Bedingungen den Platz entsprechend auf Vordermann zu bringen.“