Erstellt am 21. Dezember 2011, 00:00

„Vielen Spielern fehlt ein wenig gesunder Egoismus“. REGIONALLIGA OST / Amateure-Boss Raimund Bachhofer zieht Bilanz bei den Talenten und stellt fest, dass einige Perspektivspieler duchaus mehr Ellbogen einsetzen sollten.

Die Punktebilanz für die Nachwuchshoffnungen der SVM-Amateure sieht zwar trist aus, doch die Bilanz über die persönliche Entwicklung der einzelnen Talente kann sich sehen lassen. Sektionsleiter Raimund Bachhofer beleuchtete den Kader:

FABIAN HOFFMANN (Jahrgang 1993). „Die Hinrunde ist mit Sicherheit nicht nach seinen Wünschen verlaufen. Er hatte mit Verletzungen zu kämpfen und dadurch schlechte Karten. Er hat aber absolut das Potenzial für einen Top-Goalie.“

MARKUS KUSTER (1994). „Er ist ein junger, ehrgeiziger Tormann mit sehr viel Willen, der auf einem guten Weg ist. Das Gute ist, dass er weiß, dass er den Plafond noch nicht erreicht hat.“

ONUR YAVUZ (1992). „Ein Spieler, der körperlich unglaublich viel mitbringt. Auch der Wille passt, wobei er die Sache für meinen Geschmack oft zu verkrampft angeht. Man sieht in vielen seiner Aktionen, dass er es mit der Brechstange erzwingen möchte.“

THORSTEN MAHRER (1990). „Thorsten ist auf einem guten Weg. Ihn hat wieder ausgezeichnet, dass er sowohl körperlich als auch vom Kopf her wirklich auf hohem Niveau spielt. Was ihm noch fehlt, sind Führungsspieler-Qualitäten.“

SEBASTIAN BAUER (1992). „Ihn zähle ich zu unseren Neuzugängen im Frühjahr, er hat ja im Herbst aufgrund seiner Verletzung nicht gespielt. Ich glaube, dass er immenses Potenzial hat.“

PETER HAWLIK (1991). „Er ist bereits Profispieler und hat den Sprung von den Amateuren hinter sich. Peter trainiert ausschließlich mit den Bundesligaspielern.“

DANIEL BRANDSTÄTTER (1994). „Ein Akademie-Spieler, der heuer bei den Amateuren Fuß fassen möchte. Das kann auch klappen, wenn er in der Akademie konstant gute Leistungen bringt.“

DOMINIK HÖFEL (1987). „Er gehört in der Regionalliga mit Sicherheit zu den besten Spielern – offensiv universell einsetzbar und irrsinniges Tempo mit dem Ball. Ich würde mir wünschen, dass er noch mehr Konstanz reinbringen kann.“

MANUEL TUCZAI (1990). „Durch das Tempo, das Manuel mitbringt, hat er alle Möglichkeiten. Leider hat er in der Hinrunde viele Höhen und Tiefen gehabt. Wenn er unbekümmert spielt, wird er uns viel Freude bereiten.“

DUKAGJIN KARANEZI (1993). „Eigentlich hätte ich mir mehr Einsätze für Duki gewünscht. Er hat eine außergewöhnlich gute Technik und einen guten linken Fuß. Für meinen Geschmack ist er zu oft zu brav im Training und im Spiel.“

PHILIPP ERHARDT (1993). „Er hat den größten Schub gemacht. Philipp bringt Willen und auch Talent mit und weiß so wie Markus Kuster, dass noch gar nichts erreicht wurde. An der Physis muss er natürlich arbeiten, ein wenig Ellbogen zeigen, dann kann er alles erreichen.“

ALEX IBSER (1991). „Eigentlich der nächste Neuzugang für uns, weil Alex im Herbst so gut wie immer verletzt war. Mit seiner wirklich außergewöhnlichen Schnelligkeit kann er alles erreichen.“

FRANCIS ENGUELLE (1993). „Ebenfalls einer, der zu brav agiert und zu körperlos. Dass er technisch zu den Besten gehört, zeigte er auch wieder bei den jüngsten Hallenauftritten.“

DAVID PALKO (1989). „David ist unser Stoßstürmer, der vor allem gegen Ende der Hinrunde gezeigt hat, wie sehr er uns helfen kann.“

KLAUS LEHRNER (1993). „Auch einer, der zu brav ist. Klaus bringt das Zeug mit, dass er auch beim SVM seinen Weg gehen kann. Er hat aber auch keine glückliche Saison hinter sich.“

NIHAT GÜZEL (1989). „Eine verflixte Hinrunde – und es wird sich im Frühjahr zeigen, wohin der Weg für den begabten Offensivmann führt. In Sachen Zweikampf hat er Aufholbedarf.“

THOMAS PRISCHING (1993). „Auch er muss, so wie Brandstätter, noch in der Akademie beweisen, dass er konstant gute Leistungen bringt.“

NIKLAS PLEVA (1993). „Ein unglückliches Jahr für ihn in jeglicher Hinsicht. Er wird jetzt einmal woanders Spielpraxis sammeln.“

ERDAL ÖZDEMIR (1990). „Er kam aus der Unterklasse und agierte im Herbst, wie viele seiner Mitspieler, zu brav.“

Onur Yavuz. „Er bringt das Zeug mit, ist aber oft zu verkrampft.“

Philipp

Erhardt. „Er machte den größten Sprung in der Hinrunde und weiß, was er will.“

Alex Ibser. „Eigentlich auch ein Neuzugang, weil er im Herbst wegen Verletzungen viel fehlte.“

Peter Hawlik. „Er hat den Sprung zu den Profis bereits hinter sich.“

Nihat Güzel. „Bei ihm wird die Rückrunde entscheiden, wohin sein Weg führt.“

Dominik Höfel. „Einer der Besten in der Regionalliga, leider ein wenig zu unkonstant.“