Erstellt am 28. November 2012, 00:00

Warteschleife zu lang. Fußball / Dadi Maxell und der UFC Sieggraben gehen getrennte Wege. Ließen die Funktionäre den Spielertrainer zu lange warten?

Von Didi Heger

„Ich bin persönlich enttäuscht“, gibt Dadi Maxell nach der Trennung vom 1.-Klasse-Mitte-Klub Sieggraben zu Protokoll. Dem Spielertrainer ging es nach Beendigung der (enttäuschenden) Herbstmeisterschaft einfach nicht schnell genug. „Nach dem Erstgespräch nach der Meisterschaft hat man mich 14 Tage in der Luft hängen lassen“, führt der scheidende Coach aus.

Maxell sollte und wollte  nur als Spieler bleiben

Inhalt des ersten Gesprächs nach der Meisterschaft war die Trainerfrage. Zwei Varianten standen zur Wahl: Entweder Maxell fungiert als Spielertrainer weiter, oder ein neuer Coach wird bestellt und Maxell bleibt als Spieler erhalten. „Wir tendierten eher zu Variante zwei und nahmen die Suche nach einem neuen Trainer auf. Dadi signalisierte, dass er sich sehr wohl bei uns fühlt und als Spieler bleiben möchte“, erklärt Obmann-Stellvertreter Christian Taschner. Daraufhin wurde ein weiteres konkreteres Gespräch in der Folgewoche vereinbart.

Zu diesem sollte es aber nicht mehr kommen. „Wir klopften einige Trainermöglichkeiten ab, sahen auch nicht so dringenden Handlungsbedarf bezüglich des Gesprächs, da Dadi ja beim Verein bleiben sollte“, sagt Taschner. Maxell sieht die Sache anders: „Ich wollte schon mit Spielern in Verhandlungen für das Frühjahr treten. Da ich nicht wusste, wie es weiter geht, war ich zur Untätigkeit fast gezwungen.“

Als die Funktionäre die Sitzung zu einem späteren Zeitpunkt anberaumen wollten, teilte ihnen der Spielertrainer mit, dass er nicht mehr zur Verfügung steht. „Wenn sie mich gewollt hätten, hätten sie sich früher gemeldet“, meint Maxell. Taschner nimmt den Abgang zur Kenntnis: „Auf die Einladung zur nächsten Sitzung bekam ich eine SMS zurück, in der er uns viel Glück für die Zukunft wünschte. Da war mir klar, dass er nicht mehr kommt. Erreicht habe ich ihn seitdem nicht mehr.“

Laufbahn wird als  Spieler fortgesetzt

Das Kapitel Sieggraben ist nach einem Jahr also wieder beendet. In Zukunft will der Mittelfeldakteur ausschließlich als Spieler tätig sein. Ein Angebot von einem Klub aus der BVZ Burgenlandliga schlug Maxell aus und wechselt in die 2. Klasse Steinfeld nach Niederösterreich zu Theresienfeld.