Erstellt am 21. August 2013, 00:00

„Wickel“ beim Derby. Fairplay vernachlässigt? / Zwei Forchtenstein-Spieler wurden gegen Marz im Anschluss an eine vieldiskutierte Aktion ausgeschlossen.

FUSSBALL / Es war die 82. Spielminute im Bezirksderby der BVZ Burgenlandliga zwischen Forchtenstein und Marz. Beim Stand von 3:2 und nach einem Zweikampf zwischen Gästekicker Thomas Hosiner und Martin Mangold blieb Letzterer verletzt am Boden liegen. Schiri Albert Wandl führte den Schiedsrichterball in der Mitte der heimischen Spielhälfte aus.

„Nachdem der Ball den Boden berührt hat, lief Ivan Buchel auf unser Tor zu, Peter Strodl wehrte das Leder auf der Torlinie ab und Markus Knebel staubte ab. Es war nicht im Sinne der Fair-Play-Regel. Ich hätte erwartet, dass Buchel das Leder weiter zurückspielt oder unserem Spieler gibt und dieser spielt die Kugel in die Marzer Spielhälfte zurück“, meinte Forchtensteins Trainer Franz „Peggy“ Fleck.

Schiri: „Es war nicht im Sinne des Fair-Play“

Wandl sah die Angelegenheit folgendermaßen: „Im Sinne des Fair-Play wurde die Aktion nicht ausgeführt, aber ich kann regeltechnisch nichts dagegen machen.“ Im Lager des Aufsteigers war die Aufregung groß. Peter Strodl und Janos Imre sahen in der Hitze des Gefechtes Gelb-Rote, beziehungsweise die Rote Karte.

„Ich bin Briefträger in Forchtenstein. Mir geht die Sache mittlerweile gewaltig auf die Nerven und bin mit dem Tor auch sehr unglücklich. Aber es war auch unglaublich, wie oft gegnerische Spieler am Boden gelegen sind“, so Marz-Trainer Josef Kühbauer.

Für Fleck geht es mittlerweile viel mehr darum, dass seine Spieler Peter Strodl und Janos Imre bei der Struma-Sitzung eine milde Strafe erhalten: „Es ist nichts passiert. Mir geht es darum, dass ich nicht allzu lange auf die beiden Führungsspieler  verzichten muss.“