Erstellt am 25. Juni 2015, 05:01

von Alfred Wagentristl

"Wir sind sehr zufrieden". Knapp ein Jahr, nachdem Bad Sauerbrunn II zur Überraschung vieler Szene- Beobachter in den Meisterschaftsbetrieb eingestiegen ist, zieht Obmann Gerhard Kern Bilanz.

Bürgermeister Gerhard Hutter (hinten links) und Obmann Gerhard Kern gratulierten Thomas Lang, Aaron Garner, Attila Kovacs, Chris Hoffmann, Alexander Dittrich, Jürgen Tschurl, Peter Breitler (hinten v.l.), Michael Pfeifer, Giuseppe Genelli, Markus Premauer, Thomas Schreiner, Dominik Spitzer, Lukas Hutter und Dietmar Kern (hockend v.l.) vor dem abschließenden Match gegen Pöttsching zur gelungenen Auftaktsaison von Bad Sauerbunn II.  |  NOEN, A. Wagentristl

Vor einem Jahr entschied sich Bad Sauerbrunn-Obmann Gerhard Kern mit seinem Funktionärsstab zu einem Schritt, der in keinster Weise dem Zeitgeist entspricht. Während andere Fußballvereine mit Problemen am Spieler-, Zuschauer- und Funktionärssektor zu kämpfen haben, entschlossen sich die Kurortler eine zweite Mannschaft in den Meisterschaftsbetrieb zu schicken. „Wir hatten und haben einfach ein Angebot an ‚Nicht-Nachwuchs-Spielern‘, das wir mit einer Reserve- und einer Kampfmannschaft in der 2. Liga Mitte nicht ‚bedienen‘ können. Deswegen starteten wir im Sommer des Vorjahres mit einer weiteren Kampf- und Reservemannschaft in den Meisterschaftsbetrieb der 2. Klasse Mitte. Auf die Art ist es spielertechnisch für das Reserveteam der 2. Klasse zwar knapp, aber nach dem ersten Jahr kann eine durchaus positive Bilanz gezogen werden. Wir sind sehr zufrieden und werden bis auf Weiteres auf diese Art und Weise weitermachen“, schildert Kern.

Es wird nicht „ewig“ ein zweites Team geben 

Für den Obmann ist es auch absehbar, dass das zweite Team in absehbarer Zeit auch wieder aus dem Bewerb genommen werden muss: „Wir trainieren im Moment zwar um die hundert Kinder, trotzdem gibt es jahrgangsmäßig ein Loch, das sich irgendwann natürlich auswirken wird und das wir nicht mit fremden Spielern überbrücken wollen.“

Trainer Giuseppe Genelli darf sich mit Platz sieben in der Meisterschaft über einen guten Tabellenplatz zum Start freuen, Achtungserfolge inklusive.

So wurden etwa die beiden Aufsteiger, Meister Oberloisdorf und Großwarasdorf, auf heimischer Anlage, in der Rückrunde von der Genelli-Truppe bezwungen. Ob es wirtschaftlich für den Verein eher eine Belastung oder ein Gewinn ist, lässt sich für den Obmann schwer sagen. „Auf den ersten Blick verursacht die Situation sicher Mehrkosten für Dressen, Bälle, Strom und vieles mehr, andererseits ist natürlich bei unseren Veranstaltungen mehr Besuch garantiert. Vielleicht ist es unterm Strich sogar ein Nullsummenspiel“, meint Kern zur Lage abschließend. Für die Sache an sich ist es aber fix ein Gewinn.