Erstellt am 15. Oktober 2013, 00:54

„Wir wollen Handball bekannt machen“. Im Interview / Istvan Ernst, Obmann des Handball Clubs Burgenland Nord, sprach mit der BVZ über die Ziele und eine neue Halle.

Motiviert. Marta, Istvan und Julia Ernst (h.v.l.) wollen Handball populärer machen. Foto: Michael Weller  |  NOEN, Michael Weller

BVZ: Wie lange gibt es den Handball Club Burgenland Nord und was sind Ihre Ziele?
Istvan Ernst: Ich habe den Verein gemeinsam mit meiner Frau Marta und meiner Tochter Julia im März 2013 aus der Taufe gehoben. Der Club Burgenland Nord soll den Leuten in den Bezirken Mattersburg, Eisenstadt und Oberpullendorf die Möglichkeit geben, Handball als Hobby oder professionell auszuüben.

Wie viele Mitglieder beziehungsweise Mannschaften hat der Verein? Spielt Burgenland Nord schon Meisterschaft?
Derzeit haben wir rund 40 Mitglieder, stetig wachsend. Eine Herren- und eine Damen-Hobbymannschaft sind bereits aufgestellt, in den Klassen U9-11 und U12-14 sind wir gerade dabei zu planen. Da benötigen wir aber noch ein wenig Zuwachs. Eine Meisterschaftsteilnahme ist ab der Saison 2014/15 geplant, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Bis dahin werden wir aber einige Vorbereitungsspiele organisieren.

„Vorurteile, dass Handball ein brutaler Sport ist, widerlegen“

Was sind die langfristigen Pläne des Vereins?
Wir haben uns als Ziel gesetzt, Handball im Burgenland bekannter und beliebter zu machen. Wir möchten die Vorurteile, dass Handball ein brutaler Sport ist, widerlegen und zeigen, dass es im Grunde genommen ein Spiel ist. Außerdem wollen wir eine Sporthalle in Rohrbach errichten, um weitere Trainingsmöglichkeiten auf einem IHF/EHF-genormten Spielfeld zu schaffen. Auch internationale Spiele sollen einmal bei uns ausgetragen werden können.

Eine neue Sporthalle ist ein ehrgeiziges Projekt, aber: Wann und wie soll das in die Tat umgesetzt werden?
Dieses Projekt ist bereits gestartet, die Finanzmittel dazu werden schon gesammelt. Auch die Entwurfspläne werden schon erstellt. Die Anlage soll einem immer größer werdenden Hallenbedarf für diverse Sportarten mindestens teilweise Platz und Spielzeiten bieten. Das geplante Gesamtbudget liegt bei fünf Millionen Euro, Baubeginn soll nächstes Jahr sein und 2015 wollen wir fertig sein. Dafür suchen wir natürlich noch jede Menge Unterstützer.

Interview: Michael Weller