Erstellt am 17. September 2014, 09:17

von Angela Pfalz

"Hätte das schon früher tun sollen". Nur wenige Monate nach dem Meistertitel ist die Ära Schneider in Pamhagen vorbei.

Getrennte Wege. Johannes Schneider trat als Trainer beim UFC Pamhagen zurück. Der Verein ist bereits auf Nachfolger-Suche.  |  NOEN, Ivansich

Der UFC Pamhagen und Trainer Hannes Schneider gehen fortan getrennte Wege. Beide Seiten sprachen von einer „einvernehmlichen Trennung“ - den Entschluss, zurückzutreten, hatte Schneider schon nach dem Frauenkirchen-Spiel gefasst. „Ich habe dem Vorstand gesagt, dass wir mit dieser Mannschaft gegen den Abstieg spielen werden“, übt Schneider Kritik an der Transferpolitik des Vereins. „Ich wollte die Mannschaft halten und zwei Spieler dazuholen. Stattdessen wurden drei Spieler abgegeben.“

Sektionsleiter Manfred Steiner hat für die Kritik nur bedingt Verständnis. „Wir wollen und können nicht mit acht Legionären spielen“, so Steiner. Eine Ansicht, die Schneider dem Verein zwar zu Gute hält, die Qualität in den eigenen Reihen sei momentan aber zu gering. „Ich habe in der Sommerpause zwei gute Angebote ausgeschlagen, weil man mir einen attraktiven Kader versprochen hat. Beim letzten Vorbereitungsspiel hätte ich schon die Reißleine ziehen müssen und in der ersten Runde in Neudorf hatte ich vier Spieler in der Startaufstellung, die nie beim Training waren. Ich habe den Fehler gemacht, nicht früher gegangen zu sein“, sagt Schneider.

Mit dem Vorstand selbst habe es keine Probleme gegeben. „Sportlich gab es aber einfach zu wenig Erkenntnisse“, so der scheidende Trainer. In Pamhagen will man darüber keine Worte mehr verlieren. Die Suche nach einem Nachfolger hat indes bereits begonnen. Bis diese zu einem Ende kommt, übernimmt Tamas Pirka die Leitung des Trainings.