Erstellt am 23. September 2015, 09:44

von Martin Plattensteiner

Harter Abstiegskampf. Die Golser Funktionäre waren sich bewusst, dass es keine einfache Situation wird. Zurzeit sieht es ziemlich düster aus.

Dem Golser Neo-Trainer Thomas Schneider und seinem Team steht das Wasser bis zum Hals.  |  NOEN, Flöp

Null Punkte nach sieben Runden, ein Trainerwechsel, verletzte Routiniers, blutjunge Kicker auf der Ersatzbank - das alles kann der Pächter der Roten Laterne aufweisen. Vor drei Wochen wurde Karol Kristof (der Ex-Golser Spieler und Trainer wurde als Hoffnungsträger im Mai präsentiert) entlassen. Thomas Schneider folgte und schaffte es bislang auch nicht, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. „Freilich macht es mir noch Spaß“, meint der Neo-Coach nach zwei Pleiten in Folge.

Kurzzeitig in Führung

Er geht davon aus, dass „nicht viel fehlt“, um endlich zu punkten. Gegen Siegendorf war man knapp dran – erstmals ging Gols in dieser Saison sogar in Führung. Das reichte nicht, Siegendorf gewann mit 4:3. „Wenn man drei Tore schießt, sollte man eigentlich gewinnen. Wer aber vier Stück bekommt, ist ziemlich sicher Verlierer“, gab sich Schneider sportlich-philosophisch.

Vor der Saison wusste man in Gols, dass auf den Sportverein ein hartes Jahr wartet. Im Sturm baute man auf die Dienste von Oldie Lubomir Meszaros. Der ist zwar treffsicher, aber körperlich alles andere als im dritten Frühling. Auch Radoslav Augustin und Laszlo Varga – die weiteren Legionäre – mussten verletzungsbedingt einige Runden passen. Im Sommer wurde Peter Brezik verabschiedet – sein Job wurde einfach eingespart.

Preisinger verletzt

Auf der Reservebank tummeln sich zahlreiche junge Burschen. Doch ob diese in einem beinharten Abstiegskampf bestehen können, ist mehr als anzuzweifeln. Nun muss auch Abwehr-Boss Andi Preisinger passen – er brach sich vor rund einer Woche den Mittelfußknochen. Trotz all dieser Hiobsbotschaften bleibt Thomas Schneider optimistisch.

„Die, die da sind, ziehen toll mit“, so der Coach. Punktevorgabe gibt es seitens des Vorstands keine. Den Abstand zum vorletzten Platz (immerhin sechs Punkte und ein miserables Torverhältnis) zu verkleinern ist Pflicht. Der nächste Gegner, Winden auswärts, ist ein harter Brocken.