Erstellt am 24. August 2016, 08:44

SC Frauenkirchen: Schiegl hat Handtuch geworfen. Der erste Trainerwechsel nach nur zwei Runden: Frauenkirchens Christian Schiegl gab auf, ihm folgt „Motz“ Graner.

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Zwei Niederlagen mit je fünf Gegentreffern – das war für Frauenkirchens Trainer Christian Schiegl genug, um nach der 4:5-Niederlage zurückzutreten. Die Doppelpleite war aber lediglich der Tropfen, welcher das Fass zum Überlaufen brachte. Der ehemalige Erfolgscoach (immerhin stieg er im Sommer 2015 mit dem Team in die 2. Liga auf) saß satte zwei Jahre und vier Monate auf der SCF-Trainerbank. War der Herbst des Vorjahres für einen Neuling noch von Erfolg geprägt, so sackte das Team im Frühjahr immer mehr ab.

Erst in der letzten Runde zog man den Kopf aus der Schlinge und hielt die Klasse. Lange redete man sich schön, dass der Verletzungsteufel alleine schuld an der sportlichen Talfahrt hat. Dem ist aber nicht so, wenn man hinter die Kulissen sieht. „Die Transferpolitik war unglücklich“, gibt Schiegl Fehler in der Planung zu. Zudem war auch in puncto Einstellung so mancher Wurm drinnen.

Einstellung und Moral stimmten nicht ganz

„Was soll ich tun, wenn die Burschen nicht zum Training kommen“, kritisiert der Ex-Coach das Verhalten so mancher Youngsters. Seiner Ansicht nach waren sich die elf Stammspieler zu sicher, immer aufzulaufen. „Konkurrenz belebt das Geschäft. Und die war nicht möglich.“

Der Vorstand handelte flott und präsentierte mit Matthias „Motz“ Graner den neuen Chefcoach. „Er soll uns einmal bis zum Winter aushelfen“, meint Obmann Werner Kandl. Graner ist ein eher unbeschriebenes (Trainer)Blatt, Sohnemann Gregor kickt in Deutsch Jahrndorf.

Auf Graner wartet eine nur schwer lösbare Aufgabe, das erste Match führt ihn zum Tabellenführer nach Siegendorf. Der von Haus aus knapp bemessene Kader ist um zwei Spieler zusätzlich dezimiert.

Armin Muminovic ist gesperrt und Goalgetter Balazs Granat beruflich verhindert.