Erstellt am 23. November 2011, 00:00

Abstiegsgespenst bleibt übern Winter. REGIONALLIGA OST / Der vorletzte Tabellenplatz des SC Neusiedl am See kommt einem Ostliga-Armutszeugnis gleich.

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VON CHRISTOPHER SCHNEEWEISS

Der SC Neusiedl am See ist in der Pfanne. Nur dreizehn Punkte konnten die Grün-Weißen im Herbst erobern, was einer kleinen Katastrophe gleichkommt. Seit dem Wiederaufstiegsjahr 2005 hat der NSC nicht mehr so wenige Punkte aus der Hinrunde mitgenommen – auch damals waren es dreizehn Zähler. Die schlechteste Halbsaison war es aber trotzdem nicht. In der Saison 2008/09 holte der NSC im Frühjahr gar nur zehn Punkte, was wiederum auf einen erfolgreichen Klassenerhalt hoffen lässt, denn auch damals kamen die Seestädter mit einem blauen Auge davon.

Probleme: Effizienz,  Verletzungen, Psyche

Trainer Harald Toth übte sich in Ursachenforschung. Ein Problemfeld: „Die mangelnde Effizienz.“ Bezeichnend dafür ist der Toptorschütze der Neusiedler. Kein Stürmer, kein Mittelfeldmann, nein: Es ist Abwehrchef Gabor Bagoly mit fünf Toren.

Ein weiteres Problem waren die Verletzungen. So verletzte sich Patrick Derdak, in den der NSC nach seinem Comeback sehr viele Hoffnungen setzte, gleich zweimal. Dominik Silberbauer erlitt das gleiche Schicksal, er musste ebenso zweimal eine Schleimbeutelverletzung auskurieren. „Es ist teilweise mit dem Teufel zugegangen. Das war schon heftiges Verletzungspech“, meinte Toth, der auch einen mentalen Schwachpunkt ausmachen konnte: „Wenn wir in Rückstand geraten sind, haben wir uns jedesmal sehr schwer getan.“ Lediglich zweimal konnte der NSC nach einem Rückstand noch punkten (Horn und Columbia).

Neue Spieler stehen auf  Toths Wunschzettel

Ob es im Winter Kaderkorrekturen geben wird? „Mit Sicherheit werden wir Spieler holen“, verriet Toth. Es habe auch schon „gute Gespräche“ gegeben, Namen wollte der Cheftrainer aber noch keine verraten.

SC NEUSIEDL AM SEE