Erstellt am 27. Oktober 2010, 00:00

„Auch Glück gehört dazu“. REGIONALLIGA OST / Der SC/ESV drehte gegen Baumgarten ein 0:1 in ein 5:1 um und ist nun Tabellenführer. Dabei reichte ein glanzvoller Zwischenspurt für klare Verhältnisse.

Martin Dorner (l.) und Michi Pittnauer vor ihrer Einwechslung: Die beiden sorgten gegen das Schlusslicht aus Baumgarten für viel Schwung.  |  NOEN
VON BERNHARD FENZ

Rund eine Stunde lang tat sich die Mannschaft von Simon Knöbl gegen das Schlusslicht schwer, dann allerdings ging es mit drei Toren innerhalb von sieben Minuten rund.

Der Trainer über das „Warum“ bis zu besagter Phase: „Wir haben uns aufgestellt, haben verschoben und die Räume besetzt, aber dann nicht richtig weitergespielt. Baumgarten hatte da mehr Ballbesitz als wir, das geht nicht.“ Und: Die Truppe von Coach Bertl Hausmann fand auch die besseren Chancen vor. Ein Beispiel: Unmittelbar nach Wiederbeginn ließ Basti Reinprecht seinen Gegenspieler sowie Goalie Markus Böcskör mit einem Haken aussteigen, schaffte aber das Kunststück, den Ball aus rund zehn Metern neben das leere Tor zu schieben.

Also bezog Knöbl den Faktor Glück mit ein: „Klar gehört das phasenweise dazu, das ist im Fußball überall so, auch in den großen Ligen.“ Dass seine Mannschaft dann für klare Verhältnisse sorgen konnte, war für den Trainer jedenfalls die angenehme Erkenntnis des Freitagabends: „Wir haben vom Kopf her diesen Schritt zurück geschafft und trotz Rückstandes die Partie gedreht. Gewisse Dinge sind lange nicht gelungen, nach dem 2:1 haben wir aber sehr gut gespielt.“

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Der Fünfte gastiert am  Freitag beim neuen Ersten
Als Lohn dürfen sich die Nordburgenländer nun über die Tabellenführung freuen – die Amateure von Austria und Mattersburg ließen Punkte. Diese Führung gilt es am Freitag gegen Waidhofen zu verteidigen. Der Fünftplatzierte aus Niederösterreich reist mit einem alten Bekannten auf der Trainerbank an: Ex-Neusiedl, -Gols, -Pamhagen, -Wallern und SK Pama-Coach Andreas Singer. Knöbl: „Wir telefonieren regelmäßig miteinander, das hat uns beiden bislang Glück gebracht.“ Sollte es auch diese Woche zu einem Vorab-Plauscherl kommen, werden sich die Trainerkollegen aber wohl in Detailfragen über ihre Teams bedeckt halten.

Abgesehen davon, dass die Gastgeber freilich siegen wollen (wer will das nicht?), erwartet Simon Knöbl einen „offenen Schlagabtausch. Ich gehe nicht davon aus, dass sich Waidhofen einigeln wird – die haben genügend Qualität.“ Personell fehlt Parndorf der gelbgesperrte Manuel Salomon. Roman Kummerer musste gegen Baumgarten aufgrund von Adduktorenproblemen passen, sein Einsatz ist eher unwahrscheinlich. Dennis Ilic wiederum erhielt nach dem Spiel bei den Admira Amateuren eine Nachdenkpause, die nun aber wieder vorüber ist.

Erfreulich ist, dass Martin Dorner (er leitete gemeinsam mit Michael Pittnauer nach der Einwechslung gegen Baumgarten den Umschwung ein) nach seinem Rippenbruch wieder einsatzfähig ist. Die Kraft des 25-Jährigen, der im Herbst immer wieder körperlich zurückgeworfen wurde, dürfte aber noch nicht für 90 Minuten reichen.