Erstellt am 15. Februar 2012, 00:00

Auch im Süden bleibt der Naturrasen nur ein Traum. REGIONALLIGA OST / Das aktuelle Trainingslager in Kroatien gestaltet sich für die Nordburgenländer schwierig – weil das Wetter vor Ort ungewohnt winterlich ist.

Im Moment arbeiten die Kicker des SC/ESV Parndorf in Kroatien am Feinschliff. Der Schein des (Archiv-)Bilds von Richard Stern trügt aber: Die Bedingungen sind derzeit nämlich alles, nur nicht südländisch – auch im Süden Kroatiens regiert (noch) der Winter.BERNHARD FENZ  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

80 Jahre fiel in Dugopolje kein Schnee. Dieser Satz kommt Trainer Paul Hafner mit einem leicht lächelnden Hauch von Galgenhumor über die Lippen, als er über die Bedingungen beim Trainingslager berichtet.

Jetzt, im Jahr 2012, während der SC/ESV seinen Kroatencupsieg (dem kroatischen Kulturverein ist der Bewerb bekanntlich immer ein Trainingslager als Gewinn wert) einlöst, fällt Schnee – auch in Dugopolje, wo normal die Bedingungen zu dieser Jahreszeit gut sind. Die sibirische Kälte erreichte aber auch so milde Regionen wie jene unweit von Split. Also mussten die Nordburgenländer nach ihrer Ankunft am Samstag den ersten Tag einmal in der Halle verbringen, da kein geräumter Platz zur Verfügung stand.

Am Montag nutzte Hafner mit seiner Mannschaft dann das Testspiel in Makarska, um schon am Vormittag anzureisen und am Kunstrasenplatz des Drittligisten zu arbeiten. Eine knappe Stunde südlich von Dugopolje waren die Bedingungen so, dass ein geregeltes Training ohne weiteres stattfinden konnte.

Schnelles erstes Testspiel  locker mit 4:1 gewonnen

 

Am Nachmittag testete unser Ostligist dann gegen Makarska. Dabei setzten sich die Burgenländer in einem laut Hafner „schnellen Spiel“ 4:1 (2:1) durch. Die Treffer erzielten Filip Juroszek, Richi Wemmer, Gerhard Karner und Fabian Miesenböck. Morgen, Donnerstag, trifft der SC/ESV (bei dem sich Thomas Jusits im Training verletzte) noch auf Lokalmatador Dugopolje. Bis dahin sollten die Bedingungen schon soweit passen, dass vor Ort auf Kunstrasen trainiert werden kann.

Die Stimmung lässt sich Hafner jedenfalls nicht vermiesen: „Wir geben so oder so ordentlich Gas und lassen uns vom Wetter nicht beeinflussen.“

Am Samstag tritt der Tross dann wieder die Heimreise an.