Erstellt am 06. April 2011, 00:00

Auf den Schmerz soll jetzt die Lust folgen. REGIONALLIGA OST / Die 1:2-Niederlage in Sollenau tat weh. Nun steht der große Ostliga-Schlager gegen Horn vor der Tür.

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VON BERNHARD FENZ

Ausrutscher passieren nur hin und wieder. Daher ist die Parndorfer Bilanz im Frühjahr – ein Sieg, zwei Unentschieden, drei Niederlagen – schon dramatisch. Gerade nach dem umjubelten Derbysieg gegen Neusiedl war im Lager des SC/ESV so etwas wie eine Aufbruchstimmung spürbar, die 1:2-Schlappe in Sollenau lässt aber wieder offene Fragen stehen: Hat Parndorf die Qualität, um am Ende der Saison den Aufstieg zu packen? Ist die Mannschaft reif genug, um über eine durchwachsene Phase wie die jetzige drüberzukommen?

Eine starke Antwort können die Spieler bereits am Freitag (19 Uhr) geben. Da ist Aufstiegskonkurrent Horn zu Gast im Heidebodenstadion. Die Waldviertler schwächelten zuletzt ebenfalls, kamen über ein 2:2 gegen die Admira Amateure nicht hinaus und sind definitiv zu packen. Also ist nach dem Schmerz in Sollenau nun die Lust auf ein starkes Spiel nötig. Trainer Simon Knöbl: „Der Ärger gehört verarbeitet. Wir brauchen gerade jetzt eine Siegermentalität – und die lässt kein Selbstmitleid zu.“

„Sorry, aber wir haben  es selbst in der Hand“

Dementsprechend konzentriert will der Chefcoach mit seiner Truppe die Aufgabe gegen Horn angehen. Schließlich sind die Burgenländer (noch) auf keine fremde Hilfe angewiesen, um das Relegationsticket zu lösen. „Ich will bei allen die Freude auf das Match spüren. Wer das nicht kapiert, ist selbst schuld. Sorry, aber wir haben es nach wie vor selbst in der Hand. Das muss Ansporn genug sein.“ Schwierig ist es aber allemal, angesichts der laufenden Rückschläge wieder in die permanente Erfolgsspur zu finden. „Wir haben in Sollenau den Stangenschuss zu Beginn überstanden und danach nicht schlecht gespielt. Wenn aber statt eines Riesenkonters ein Fehlpass und das Gegentor folgen, dann bereiten uns solche Einzelfehler ziemliches Kopfweh.“ Einerseits fehlte der Mannschaft in Hälfte zwei nach der Führung die laufende Souveränität, zudem schaffte es Parndorf nach vorne auch viel zu selten, zwingende Torchancen herauszuspielen. Besonders als „Schoko“ Jailson angeschlagen vom Platz musste, fehlte in der Offensive jeglicher Kreativgedanke.

Apropos Jailson: Dass er raus musste, störte Knöbl vor allem aus einem Grund: „Das Schoko-Abklopfen hat System. Wenn die Gegner erst nach der siebenten Attacke einmal Gelb sehen, schützt der Unparteiische Spieler wie Jailson nicht ausreichend.“