Erstellt am 07. September 2011, 00:00

Befreiungsschlag mit starker Vorstellung. REGIONALLIGA OST / Der SC Neusiedl schießt sich mit dem 3:1 in Amstetten den fußballerischen Frust von der Seele.

Vorlage geliefert. Michael Koller (l.) präsentierte sich einmal mehr als Assistkönig und servierte Dragan Markic die Flanke zum 1:0.  |  NOEN
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VON CHRISTOPHER SCHNEEWEISS

AMSTETTEN - NEUSIEDL 1:3. Der SC Neusiedl hat eindrucksvoll seinen Kopf aus der Schlinge gezogen. Gegen Amstetten, den starken Niederösterreich-Aufsteiger, feierte die Truppe von Trainer Harald Toth einen komfortablen und hochverdienten 3:1-Erfolg. Der Befreiungsschlag nach vier sieglosen Runden ist damit geglückt und die Weichen für weitere erfolgreiche Fußballertage sind gestellt.

Die Neusiedler waren von Beginn weg angriffslustig und engagiert. Die Hausherren konnten den Heimvorteil von 1000 Zuschauern nicht ausnutzen und blieben im Hintertreffen. Nach 40 Minuten gelang dem NSC die verdiente Führung. Nach Flanke von Michael Koller schraubte sich Dragan Markic in die Höhe und köpfelte zum 1:0 ein. Ideal aus Sicht der Seestädter war dann der schnelle Treffer zum 2:0 gleich nach Wiederanpfiff.

Zunächst schoss Karl Windisch noch an die Latte, später luchste Dominik Silberbauer mit einem schnellen Antritt Djuro Mihaljica das Leder ab, dribbelte auch noch an Tormann Andreas Michl vorbei und schoss zum 2:0 ein. Eine tolle Aktion des Neusiedlers, die aber mit einer Verletzung endete. Silberbauer krachte nach dem Torschuss in die Bande und zog sich eine Schnittwunde zu. Der Schleimbeutel wurde verletzt, nun muss Silberbauer drei Wochen lang pausieren.

Neusiedl nach dem 2:0  ganz cool und routiniert

In der Folge kontrollierte Neusiedl das Geschehen, Amstetten kam nur selten (gefährlich) in Tornähe. Schließlich konnte der NSC noch eins draufsetzen: Andreas Bauer wurde im Strafraum gelegt, den fälligen Elfmeter verwertete Gabor Bagoly wie schon gegen die Rapid Amateure bombensicher zum 3:0. Zu diesem Zeitpunkt war Amstetten schon numerisch geschwächt, Thomas Lettner sah in Minute 59 die Ampelkarte.

In der Schlussphase gelang dann noch Amstettens Robert Fekete der Treffer zum 1:3. „Das war eine starke Leistung von unserer Mannschaft“, freute sich Trainer Harald Toth. Dass im nächsten Match gegen Ritzing mit Silberbauer, Christoph Kienzl und Dominik Friedl drei Kräfte ausfallen, stört Toth nicht. „Wir haben mit Gökce Tuna einen starken Debütanten gehabt. Außerdem verfügen wir über einen starken Kader.“

Das hat sich übrigens auch am Sonntag im Testmatch gegen die Vienna gezeigt. Das „Ablösespiel“ für Patrick Kienzl gewannen die Neusiedler gegen den Wiener Traditionsverein aus der Ersten Liga sensationell mit 3:1. Dabei schonte Toth mit Gabor Bagoly und Michael Koller zwei seiner Stammkräfte und brachte 22 Spieler zum Einsatz. Vienna trat zwar auch nicht in bester Besetzung an, trotzdem ist dieser Sieg als Erfolgserlebnis zu werten.

SC NEUSIEDL AM SEE