Erstellt am 13. Oktober 2015, 11:29

von Martin Plattensteiner

Binder springt ein. Nach der Pleite in Apetlon benötigten Vorstand und Trainer von Steinbrunn zwei Tage zum Nachdenken - Fazit: Trainerwechsel.

Walter Binder springt als Trainer in Steinbrunn ein.  |  NOEN, BVZ
Toni Dwornikowitsch zählte mit einer Amtszeit von rund zweieinhalb Jahren zu den Langdienensten seiner Branche. Nun ist auch er in Steinbrunn Geschichte.

Unmut durch „Spezial-Regelungen“

Die heurige Saison stand bislang unter keinem guten Stern. Trotz einiger Neuzugänge, die den Kader aufpeppen sollten, blieb man vom Verletzungspech nicht verschont. Dazu kamen sogenannte „Spezial-Regelungen“ – die Legionäre beispielsweise mussten nur zweimal aufs Training kommen, andere waren unter der Woche eher verletzt als einsatzfähig, mussten dann aber aus Personalnot trotzdem ran.

Mit Patrick Pingitzer und Christian „Tischi“ Troindl verletzten sich dazu noch zwei Ugrsteine, die bei Top-Fitness sicherlich den Mumm gehabt hätten, die Truppe aus der drohenden Lethargie wachzurütteln. Summa summarum - man spielte bis zur 60. Minute stets gut - dann ging die Kraft aus und die Partien gingen meistens verloren.

Ex-Coach zog heute selbst die Reißleine

Am Montagabend stand Obmann Fritz Pingitzer noch hinter seinem Trainer: „Wir ziehen den Herbst gemeinsam durch. Dann reden wir weiter.“ Am Dienstagmorgen wurde geredet - und Dwornikowitsch zog von selber die Reißleine.

„Ich will das dem Verein, der so gut geführt ist, nicht antun“, so der Ex-Coach. „Ich bin überzeugt, dass die Truppe in den letzten drei Spielen neun Punkte macht.“

Der neue Trainer ist schon an Bord - Walter Binder, bis vor zwei Wochen in Leithaprodersdorf, trifft pikanterweise am Samstag, 17 Uhr, auf seine Ex-Truppe. Spannung und Brisanz sowie der nötige Pfeffer sind garantiert. „Binder soll mal schauen, was er in den drei Runden bewirken kann“, so ASV-Obman Pingitzer. Dann wird (wieder einmal) geredet.