Erstellt am 11. Mai 2011, 00:00

Das Abstiegsgespenst ist der neue NSC-Gast. REGIONALLIGA OST / Alarmstufe Rot auf allen Decks: Neusiedl ist nur mehr einen Punkt von einem Abstiegsplatz entfernt.

Enteilt. Aleksandar Palalic (r.) und die Truppe der SV Schwechat war Neusiedl (l. Philipp Kummer) in punkto Entschlossenheit um eine Nasenlänge voraus und gewann am Ende verdient mit 2:1. CSW  |  NOEN
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VON CHRISTOPHER SCHNEEWEISS

NEUSIEDL - SCHWECHAT 1:2. Die Rückrunde ist für den SC Neusiedl eine mehr als holprige. Ein deutlicher Abwärtstrend lässt sich nicht feststellen, jedoch scheint es ein schleichender Verfall zu sein, der die Grün-Weißen in akute Abstiegsgefahr gebracht hat. Zumindest lässt sich behaupten, dass dem NSC die Kompaktheit aus der Hinrunde abhanden gekommen ist. Die Mannschaft zeigt zu große Schwankungsbreite, die sich etwa an kapitalen Schnitzern erkennen lässt, die wiederum billige Gegentore zulassen. So geschehen beim 1:2 gegen Schwechat, bei dem Tormann Peter Reiter einen Ball ausließ und Alfred Niefergall den Abpraller dankend annahm. Und nun ist es eben traurige Gewissheit: „Wir sind im Abstiegskampf. Die Tabelle spricht eine eindeutige Sprache“, muss sich Trainer Harald Toth vom angepeilten Saisonziel (Top-6-Platz) verabschieden.

Toth: „Wir waren gegen  Schwechat fehlerhaft“

Gegen Schwechat hätte der NSC einen direkten Abstiegskonkurrenten distanzieren können. Und in der Tabelle gar bis Rang sieben hinaufklettern können, was das dichte Leistungsniveau der heurigen Saison klar belegt. Warum es nicht funktioniert hat? „Wir waren wieder zu fehlerhaft. Es fehlt uns die Lockerheit, wir schusseln herum und dadurch tun wir uns schwer“, so Toth.

Gegen Baumgarten (Freitag, 19 Uhr) soll der NSC seine Lockerheit wiederfinden. Am Wunschzettel von Trainer Toth steht natürlich auch eine Steigerung, was den Kampfgeist und Biss betrifft. „Ich bin mir sicher, dass wir die nötigen Punkte im Abstiegskampf machen werden. Und ich denke, jeder Spieler weiß, dass wir da gegen Baumgarten loslegen müssen.“ Markus Dombi soll zumindest wieder aufs „Bankerl“ zurückkehren können, Johannes Seywerth ist gesperrt. Übrigens steht mit großer Wahrscheinlichkeit wieder Adolf Kaiser zwischen den Pfosten. Toth erklärt: „Reiter ist routinierter, aber Kaiser ist derzeit in der besseren Form.“