Erstellt am 03. November 2010, 00:00

Der Ärger relativierte sich. REGIONALLIGA OST / Die Zufriedenheit war kurz nach dem 0:0 gegen Waidhofen noch enden wollend – mittlerweile können die Verantwortlichen aber ganz gut damit leben.

Mittelfeldmotor Miroslav Milosevic kann sein Potenzial derzeit nicht im Match abrufen.  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff war Trainer Simon Knöbl verärgert. „Weil das so ein Match zum 1:0-Gewinnen gewesen wäre und wir uns dann absetzen hätten können. Außerdem wusste ich ja da noch nichts über die Ostliga-Gesamtsituation.“

Mittlerweile ist die Sachlage klarer. Die unmittelbaren Spitzen-Konkurrenten (Austria Amateure, Ritzing, Mattersburg Amateure) konnten den Punkteverlust nicht nutzen, Parndorf lacht weiter von der Tabellenspitze herunter. Und ungerecht ist die vorwöchige Punkteteilung gegen die Niederösterreicher ohnehin nicht. Schließlich ließ Waidhofen die mit Abstand größte Chance der Partie aus, als Sascha Pichler in der zweiten Halbzeit einen Fehler von Stephan Helm nutzte und alleine auf Goalie Markus Böcskör zulief. Der Tormann verhielt sich aber blendend, vermied sowohl ein Gegentor, als auch ein Elferfoul und konnte den Ball regelkonform bändigen. Dass der SC/ESV zweimal Aluminium traf und speziell nach der Pause druckvoll agierte, ist ebenso eine Tatsache. Aber irgendwie wird sich auch Waidhofens Coach Andreas Singer sagen, dass das so ein Match zum 1:0-Gewinnen gewesen wäre …

Freude auf Ritzing,  in jeder Hinsicht

Längst hat sich der Parndorfer Blick bereits auf die nächste Aufgabe gerichtet. Am Samstagabend müssen die Nordburgenländer bei Aufsteiger Ritzing antreten, ehe in der letzten Herbstrunde die SVM Amateure ins Heidebodenstadion kommen.

Das erste der beiden anstehenden Burgenland-Duelle könnte jedenfalls nach dem Geschmack des SC/ESV sein – zumindest was die infrastrukturellen Voraussetzungen betrifft, wie Simon Knöbl ausführt: „Jetzt, da das Wetter immer schlechter wird, sind auch die Platzverhältnisse in der Ostliga immer schwieriger. Der Platz in Ritzing ist aber in einem hervorragenden Zustand, darum können wir unser Spiel dort sicher gut aufziehen.“ Brisanz ist zudem reichlich vorhanden, schließlich kämpfen beide Mannschaften um die Winterkrone.

Am Personalsektor steht der zuletzt verletzte Slaven Lalic wieder zur Verfügung und wurde bereits gegen Waidhofen eingetauscht. Auch Martin Dorner ist nach seinem Rippenbruch wieder mehr als nur eine Alternative, schließlich stand er beim 0:0 die gesamte Spielzeit über am Platz.

Manuel Salomon hat seine Gelbsperre abgebüßt, Roman Kummerer hingegen kämpfte nach seinen überstandenen Adduktorenproblemen mit einer starken Verkühlung. Sein Einsatz ist fraglich.

Ein Fragezeichen steht derzeit übrigens auch hinter Miroslav Milosevic. Der Antreiber im Mittelfeld fand zuletzt nicht in die Gänge und spielte schwach. Knöbl: „Er trainiert weltmeisterlich und investiert einiges. Vielleicht will er dann zu viel – wir werden das aber sicher hinbekommen.“