Erstellt am 30. März 2011, 00:00

Der Sollenau-Auftrag steht. REGIONALLIGA OST / Nach dem Derbysieg gegen Neusiedl muss der SC/ESV seine Formkurve in Sollenau bestätigen – dort freut man sich schon auf den Titelanwärter.

Die vermeintliche Vorentscheidung: Kurz vor der Pause ließ Routinier Gabor Bagoly gegen Parndorfs Legionär Filip Juroszek im Strafraum für einen Moment das Bein stehen. Der Tscheche nutzte die Gelegenheit und flog geschickt drüber, Schiri Manuel Gregorits zeigte daraufhin auf den Elferpunkt. „Schoko“ Jailson übernahm die Verantwortung, scheiterte aber an NSC-Tormann Peter Reiter (Bildfolge v.l.n.r.). Da Parndorf die Vorentscheidung nicht gelang, blieb das Derby bis zum Schluss spannend. In der Nachspielzeit fixierte Juroszek aber dann den 2:0-Erfolg.  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Nicht nur Parndorf tankte mit dem 2:0 gegen den NSC mächtig viel Selbstvertrauen. Auch der SC Sollenau gewann am frühen Freitagabend überraschend bei den Admira Amateuren und fordert nun am Freitag (20 Uhr) den burgenländischen Titelanwärter. Neo-Trainer Thomas Eidler: „Parndorf steht unter Druck, muss jedes Spiel gewinnen. Wir werden ihnen das Leben so schwer wie möglich machen. Ich würde derzeit nicht nach Sollenau fahren wollen.“ Aber auch sein Gegenüber Simon Knöbl hat, ebenso wie seine Mannschaft, wieder an Brustumfang gewonnen: „Natürlich wollen wir voll punkten. Wenn wir geduldig sind und trotzdem Druck erzeugen, werden wir auch die Chancen vorfinden.“ Einen Umstand der ersten Runden im Frühjahr hebt Knöbl übrigens positiv hervor. Denn bislang trafen die Parndorfer vorwiegend nach Standardsituationen. „Können wir Druck erzeugen, werden wir auch zu Standards kommen – sollte es im Spiel nicht klappen.“

„Je länger die Partie offen  ist, umso besser für uns“

Der Sollenauer Respekt vor dem SC/ESV ist klarerweise vorhanden (Eidler: „Besonders aufpassen müssen wir auf Jailson und Lalic.“), trotzdem rechnen sich die Niederösterreicher einiges aus. „Je länger die Partie offen ist, umso besser ist das für uns. Wichtig ist, dass wir nicht die Ordnung und die Organisation verlieren.“ Personell fällt Kapitän Martin Eberhardt aus (Rippenbruch). Neuzugang Jürgen Panis fehlt verletzungsbedingt.

Auf Parndorfer Seite hat Michi Pittnauer seine Rotsperre abgesessen und steht zur Verfügung. Filip Juroszek klagte nach dem Derbysieg wieder über muskuläre Probleme, sein Einsatz ist fraglich. Roman Kummerer und Stephan Helm sind noch kein Thema, tasten sich aber schön langsam heran.

Spiel gegen Neusiedl hatte  „Relegations-Charakter“

Fakt ist, dass Parndorf nach dem Erfolg im Derby endlich wieder einmal eine frustfreie Vorbereitungszeit absolvieren kann. Daher sagt Knöbl auch: „Die Tage sind schöner, wenn man gewonnen hat.“ Vor allem so eine prestigeträchtige Begegnung. „Vom Druck und von der Aufgabe her hatte das Match Relegations-Charakter. Die Spieler haben die Herausforderung gut gemeistert und auch absolut verdient gewonnen.“

Nun hofft der Coach freilich, dass die durch die Punkte gewonnene Moral positiv gebündelt werden kann. Schließlich stimmte der Kampfgeist, das spielerische Moment („Wir konnten uns aufgrund der letzten Ergebnisse nicht mehr darauf verlassen“) ist freilich ausbaufähig: „Vor allem hinten haben wir konsequent agiert. In der ersten Hälfte wurden aber speziell auch Bälle, die wir stressfrei behalten hätten können, einfach weggeschlagen. Das soll nun wieder etwas kontrollierter werden.“

Ein gutes Ergebnis als Basis  für den großen Schlager

Mit einem Erfolg in Sollenau wäre übrigens eine tolle Basis für den 8. April geschaffen. Schließlich ist Horn in der übernächsten Runde zu Gast in Parndorf. Nach diesem Spiel will Knöbl mit seiner Mannschaft unbedingt vor den Waldviertlern in der Tabelle sein. „Das wäre eine gute Ausgangslage für die weiteren Spiele. Eng wird es aber so oder so bis zum Schluss bleiben.“