Erstellt am 28. Mai 2014, 11:34

von Martin Ivansich

„Der Tiefpunkt meiner Laufbahn“. 1. Klasse Nord / Nach angeblichen Beleidigungen während des Weiden-Spiels in Kittsee folgte die Trennung von Coach Thomas Achs.

Thomas Achs und der UFC Weiden gehen seit vergangener Woche getrennte Wege.  |  NOEN, CSW

„Das war der Tiefpunkt meiner sportlichen Karriere“, meinte Trainer Thomas Achs nach dem Spiel in Kittsee. Damit war freilich nicht das 3:3-Remis, das dem Tabellenschlusslicht UFC Weiden im Abstiegskampf zwar auch wenig half, gemeint, sondern Vorfälle außerhalb des Spielfelds. So sollen laut Achs Weidener Spieler von den eigenen Funktionären beleidigt und beschimpft worden sein. „Das war unterste Schublade und teilweise rassistisch, was da reingeschrien wurde“, meinte Achs.

Defensivmann Mladen Pejic bestätigte dies: „Ich wurde letztklassig beschimpft, und das von Leuten aus der eigenen Reihe. Mir wurde auch unterstellt, dass ich den Elfmeter absichtlich verschossen hätte“, ärgerte sich der Abwehrspieler, der sich laut eigenen Aussagen davor stets voll für den Verein einsetzte: „Ich habe kein Training verpasst, habe angeschlagen Spiele absolviert und muss mich dann über so etwas aufregen. Das habe ich nicht notwendig.“

„Von Beschimpfungen  kann keine Rede sein“

In der vergangenen Woche folgte dann eine Krisensitzung, bei der sich Coach Achs vor die Mannschaft stellte, diese in Schutz und gleichzeitig den Vorstand in die Pflicht nahm. „Ich verliere lieber 10:0 als so einen Charakter an den Tag zu legen.“ Das kostete dem Trainer letztlich den Job. Der Verein trennte sich von Achs. Mladen Pejic und Christian Horvath stehen nun ebenfalls nicht mehr im Kader des UFC.

Obmann Alois Rechberger ließ die Vorwürfe nicht auf sich sitzen: „Ich war bei besagtem Spiel anwesend und von Schmipftiraden kann keineswegs die Rede sein. Ich gebe zu, einmal während des Spiels, zum Spieler Mladen Pejic folgendes gerufen zu haben: Fünfer, tu‘ einmal was. Das kann man doch nicht als Beleidigung auffassen. Beim Elfmeter hatte ich einfach den Eindruck, dass er absichtlich so schoss.“

Kittsee-Spielertrainer Stefan Feitsch erlebte die Geschehnisse aus nächster Nähe und meinte: „Das war auf jeden Fall alles andere als ein feiner Ton.“