Erstellt am 09. November 2011, 00:00

Die Erlaubnis zum Kontern. REGIONALLIGA OST / Nach dem vierten Sieg in Folge kämpft der SC/ESV weiter um den zweiten Platz. Am Freitag warten die Austria Amateure in Wien – Vorsicht ist geboten.

David Böhmer (r.) und Co. sind am Freitag in Wien. Pauli Hafners (l.) Devise: Nochmal durchbeißen!  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Die jüngsten Erinnerungen an die Austria Amateure sind aber gar nicht mal so schlecht. Im Frühjahr erreichten die Nordburgenländer am Nebenplatz der Generali-Arena als bessere Mannschaft ein 1:1. Diesmal sind die Voraussetzungen trotzdem anders.

Einerseits sind die Nordburgenländer zwar durch einen Lauf von vier Siegen in Folge gestärkt, andererseits läuft deshalb das Mannschaftsgefüge noch nicht so geschmiert, dass der SC/ESV als großer Favorit in Wien antreten würde.

Außerdem pausiert die Tipp3 Bundesliga aufgrund des Länderspiels unserer Nationalmannschaft in der Ukraine. Zwar erlauben die Bestimmungen (es dürfen nicht mehr als vier Spieler, die älter als 23 Jahre sind, im Kader stehen) keine wahnsinnigen Adaptierungen, völlig unwahrscheinlich ist das Spielpraxis-Sammeln für den einen oder anderen Profi aber nicht. Pauli Hafner ist jedenfalls gewarnt – der Interimscoach (nach dem Ende der Herbstmeisterschaft soll sich entscheiden, wer neuer Cheftrainer wird) peilt trotzdem den fünften Erfolg in Serie an: „Es wäre schon toll, wenn wir uns nach all den schwierigen Phasen über den Winter dort oben festsetzen könnten.“

Die gesicherte Defensive  soll ein Schlüssel sein

Um mit drei Punkten den Herbst zu beschließen, wird der SC/ESV den spielstarken Veilchen aber nicht 90 Minuten lang den Gefallen tun, im Zuge eines offenen Schlagabtauschs offene Räume zu nützen. Hafner: „Ein bisschen Kontern darf da erlaubt sein. Vor allem auswärts kann man gegen diesen Gegner schon etwas tiefer stehen.“ Wichtig sei in dem Zusammenhang, die Gegenstöße konstruktiv durchzuziehen und sich nicht zu sehr zurückzuziehen.

Am Freitag dominierten Richard Wemmer und Co. die Partie gegen die SVM Amateure auch nicht nach Belieben, trotzdem reichte es zu drei Punkten. Das Resümee des Trainers fiel deshalb gespalten aus: „Spielerisch haben wir nicht so in die Partie gefunden, wie noch in Stegersbach oder in Ritzing. Darum hatten die SVM Amateure im Mittelfeld auch ein leichtes Übergewicht. Aber dafür sind wir wiederum defensiv sehr eng am Mann gestanden.“ In der Offensive war der Doppelschlag von „Schoko“ Jailson (unter freundlicher Mithilfe von Gäste-Goalie Markus Kuster) in Halbzeit eins die halbe Miete.

Zurück zum Spiel bei den Austria-Fohlen: Personell kann Hafner aus dem Vollen schöpfen. Nur die Langzeitverletzten Manuel Salomon, Julian Salamon und Philipp Galee fehlen noch.

SC/ESV PARNDORF