Erstellt am 28. August 2013, 00:00

Ein Fingerzeig muss her. Erste Liga / Parndorf steht vor dem Spiel bei Kurt Gargers Vienna unter Druck. Vorab stellte Trainer Pauli Hafner klar: „Wir leben.“

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Von Bernhard Fenz

Zwei vergebene Top-Chancen (Marjan Markic) und eine aus Hafners Sicht „harte“ Rote Karte gegen David Dornhackl drehten das Derby in Mattersburg zu Ungunsten des SC/ESV. Der Rest ist bekannt. 0:3 verlor Parndorf, ohne in weiterer Folge wesentliche Akzente setzen zu können – und ist somit Letzter. „Man wird dadurch natürlich nicht sicherer“, weiß der Chefcoach, der sagt: „Wir sind nicht viel schlechter als die meisten anderen Teams, haben auch in Mattersburg vom Auftreten her anfangs ein gutes Zeichen setzen können.“

Trotzdem kamen zuletzt zum dritten Mal in Folge null Punkte heraus. „Man braucht auch Einsicht. Jeder muss sich nun selbst bei der Nase nehmen.“ Das Gefühl sei für den 36-Jährigen und seine Mannschaft jedenfalls noch gut. „Wenn du gegen alle Mannschaften merkst, da könnte was gehen, ist das positiv. Wir leben.“

Kurt Garger gegen den Ex-Schützling

Über kurz oder lang müssen aber auch wieder Punkte her, am besten schon am Freitag bei der Vienna. Die Döblinger verloren zwar auch, sind aber aufgrund des Torverhältnisses nicht mehr Letzter. Kurt Garger, zu Hafners Zeiten als Spieler auch (Meister-)Coach in Parndorf, hat als Sportdirektor nach der Trennung von Gerhard Fellner nun auch die Verantwortung als Trainer über. Was er für einen Gegner erwartet? „Da braucht man kein Wahrsager sein: Parndorf wird aus einer gesicherten Abwehr heraus auf Konter spielen. Wir schauen aber ohnehin nur auf uns und brauchen jeden Punkt.“

Entsprechend viel Druck lastet auf den beiden Kellerteams. Auch der SC/ESV will unbedingt reüssieren. Hafner: „Wir dürfen uns nicht in die Hosen machen und müssen vor allem die Defensive stabilisieren.“ Verteidiger David Dornhackl ist gesperrt, der zuletzt angeschlagene Offensiv-Legionär Martin Mikulic (Adduktorenprobleme) dürfte wieder zur Verfügung stehen.