Erstellt am 21. Mai 2014, 09:26

von Angela Pfalz

Ein Sieg für den Sport. 1. Klasse Nord / Nach der nicht ordnungsgemäß durchgeführten Absage des Spiels im Abstiegskampf zwischen Weiden und Halbturn wird dieses nun neu ausgetragen.

Robert Wieger hat sich mehrmals für eine sportliche Lösung ausgesprochen.  |  NOEN
Das vorwöchige Spiel zwischen Weiden und Halbturn war aufgrund des starken Regens abgesagt worden. Da jedoch zuvor keine Kommissionierung des Platzes stattgefunden hatte, sollte kurzerhand doch gespielt werden – ein Ding der Unmöglichkeit aus Sicht des USV Halbturn, der sich am Donnerstag vor der STRUMA wegen „Nichtantretens“ verantworten musste. Gesiegt hat am Ende der Sport. Das Spiel wird am 29. Mai nachgetragen.

Zur Erinnerung: Die Weidener hatten das Spiel nach einem Telefonat mit Schiedsrichter Marcel Gregorits abgesagt.

Da zu diesem Zeitpunkt – es war bereits nach 15 Uhr – das Spiel aber nur vom Hauptschiedsrichter selbst abgesagt werden konnte, machte sich Gregorits auf den Weg nach Weiden und befand den dortigen Rasen für bespielbar. Halbturn wurde darüber erst acht Minuten vor dem geplanten Anpfiff informiert und konnte daher das Spiel nicht mehr organisieren.

Gregorits: „Habe mir nichts vorzuwerfen“

„Unser Fehler war einzig, dass wir uns auf die Aussagen von Weiden verlassen haben. Eigentlich hätte uns der Schiedsrichter kontaktieren müssen“, so Halbturn-Trainer Franz Ziniel, der hier den Fehler eindeutig bei Gregorits sieht.

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„Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich habe die Weidener noch darauf hingewiesen, dass der Platz kommissioniert werden muss, und habe probiert, einen Kollegen dafür zu erreichen. Schließlich bin ich dann selbst nach Weiden gefahren. Zu diesem Zeitpunkt war kein Spieler des USV Halbturn mehr da“, so Gregorits. „Hätte uns der Schiedsrichter angerufen, als er von zu Hause weggefahren ist, dann wären wir sehr wohl dort erschienen“, sagt Ziniel.

Auch 3:0 wegen Irreführung stand im Raum

In Weiden freute man sich über die Entscheidung des Verbandes. „Ich war die ganze Woche sehr angespannt und bin froh, dass es gut ausgegangen ist“, meinte Obmann-Stellvertreter Georg Reinprecht. Tatsächlich stand nicht nur ein 3:0 für Weiden wegen Nichtantretens Halbturns zur Diskussion, sondern auch ein 3:0 für Halbturn aufgrund von Irreführung des Gegners durch den UFC Weiden.

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Der BFV erachtete beide Varianten als nicht zutreffend und begründete die Neuaustragung damit, dass Schiedsrichter Gregorits den Absagevorgang nicht ordnungsgemäß eingehalten habe, beide Vereine aber in guter Absicht gehandelt hätten. Für eine Neuaustragung hatte sich auch Gruppenobmann Robert Wieger eingesetzt. „Es war eine Verkettung vieler kleiner Fehler“, sagte er.

Weiden und Halbturn wurden aufgrund von „Nichteinhalten einer Verbandsanordnung“ mit Geldstrafen von je 50 Euro belegt. Die Lehren, die man aus der Sache gezogen hat, dürften jedoch von weitaus höherem Wert sein.