Erstellt am 30. Dezember 2015, 09:22

von Martin Ivansich

Ein starkes Jubläumsjahr für Chris Pressler. Chris Pressler absolvierte 2015 sein zehntes World Cup-Jahr, wobei alles dabei war: Ein Frühstart, eine Verletzung, aber dafür auch sehr erfolgreiche Bewerbe.

Aushängeschild. Der burgenländische Surfer Chris Pressler macht auch mit 41 Jahren noch eine Topfigur auf der World Cup-Tour. Das stellte der Golser auch im abgelaufenen Jahr eindrucksvoll unter Beweis. Privat  |  NOEN

Für den Golser Chris Pressler war es ein Jubiläumsjahr. Der 41-Jährige ging in seine zehnte Weltcup-Saison. Und diese legte er bewusst anders an als zuletzt. „Mir war klar, dass alleine 6 Events in Österreich am Torplan der WSA (Windsurfing Austria) standen. Ich wollte zeigen, dass ich national noch gut dabei bin“ so Pressler.

Und das machte sich bezahlt: „Im März hatte ich die ersten Sessions am Neusiedlersee. Mitte April sprang ich bei den Österreichischen Slalom Meisterschaften förmlich ins kalte Wasser. Sie wurden zum ersten Mal im Segelleistungszentrum von Neusiedl ausgetragen. Es war bitterkalt. Gleich in Runde 1 zerbrach mir mein Rigg an der letzten Boje in Position 2. Aber ich kämpfte mich zurück und schaffte am Ende Rang 2 hinter Marco Lang. Das war ein großartiger Saisonstart.“

Danach folgten einige Wochen am Neusiedler See, bei denen der Wind fehlte und deshalb auch die Ergebnisse.

Rückkehr zum Ausgangspunkt

Anfang Juli ging es dann Richtung Kanarische Inseln. Vor genau zehn Jahren begann dort die internationale Laufbahn. Zunächst ging es auf Gran Canaria zur Sache, wo Pressler eine solide Leistung abrufen konnte. Nicht nach Wunsch lief es dafür auf der nächsten Station auf Fuerteventura, wo ein Frühstart für miserable Punkte sorgte.

Am Ende gab es zwar nur Platz 54, der den ehrgeizigen Surfer aber nicht bremste. Gut trainiert und hoch motiviert, startete er beim nächsten Event in der Heimat. Der Pannonia Cup in Podersdorf war danntrotz Verletzung ein Erfolg. Mit neuen Segeln aus China zeigte Pressler seine Klasse und mischte bei dem Langstreckenrennen zunächst vorne mit.

Eine Verletzungbremste Chris Pressler

Dann stoppte ihn aber eine Böe, die in mit dem Oberschenkel auf sein Material prallen ließ. An ein Weitermachen war nicht zu denken. Vorerst überwog die Enttäuschung über das Aus, dann aber kam doch noch Freude auf. Weil er die ersten sechs Rennen so konstant fuhr, konnte er die letzten beiden streichen und somit den dritten Platz erreichen.

Danach stand Auskurieren der Oberschenkel-Prellung im Vordergrund. Das Ziel war, rechtzeitig zum World Cup auf Sylt fit zu werden. Es gelang, punktgenau zum Bewerb einsatzfähig zu sein. Mit Platz 41 schaffte er zwar kein Traumergebnis, war aber froh beim „Kitzbühel des Surfens“ dabei zu sein.

Von Sylt ging es über Dänemark und Deutschland weiter in die Niederlande und Belgien und über Deutschland zurück nach Gols. „Es war eine tolle Rundreise zu vielen neuen Plätzen und guten Windsurfrevieren. In der Zwischenzeit erfuhr ich auch, dass ich in der 2015er Gesamtwertung der österreichischen Windsurftour auf Rang drei landete“ freute sich Pressler über das gute Ergebnis.