Erstellt am 02. Mai 2012, 00:00

Ein Heimspiel in Podersdorf. SURFEN / Der Weidener Max Matissek feierte seine Premiere auf der PWA World Tour ausgerechnet am heimischen Neusiedler See. Chris Pressler überzeugte in Italien.

Daumen hoch. Max Matissek (l.) und Chris Pressler sind die Aushängeschilder des burgenländischen Surfsports.REITER  |  NOEN
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VON MICHAEL PINTER

Tolle Stimmung beim Surf Worldcup in Podersdorf – das kann auch Max Matissek bestätigen. Der Weidener, der heuer erstmals auf der PWA World Tour im Freestyle-Bewerb startet, hatte sich auf sein Heimspiel am Neusiedlersee besonders gefreut und brachte die Massen in der ersten Runde der Single Eliminiation des PWA Freestyle-Bewerbs zum jubeln. Da setzte er sich nämlich mit schönen Tricks gegen den Österreicher Alexander Seyss durch.

Der Vorjahressieger war  eine Nummer zu groß

Im nächsten Durchgang wartete mit dem Vorjahressieger und Weltmeister Steven van Broeckhoven aus Belgien ein großer Brocken. Leider zu groß - Matissek musste nach dem verlorenen Duell die Segel streichen und beendete seinen ersten Freestyle-Bewerb auf der PWA Tour schließlich auf Platz 17. Den Sieg holte sich der vierfache Weltmeister Jose „Gollito“ Estredo aus Venezuela. „Meine Ziele für diesen Bewerb habe ich erreicht. Ein Sieg gegen den Weltmeister wäre eine Sensation gewesen“, war Matissek zufrieden. Ebenso in der zweiten Runde Out hieß es in der Double Elimination.

Weiter schaffte es Matissek indes bei der Chiemsee Tow-In Europameisterschaft, bei der man mit dem Jetski angezogen wird und mit dem dadurch erreichten Speed schließlich seine Tricks präsentieren muss. Der Lokalmatador legte einen sauberen Double Funnel hin und schaffte damit den angepeilten Einzug ins Finale der besten Zehn. „Die Stimmung beim Tow-In war ein Wahnsinn. Das beflügelt mich sehr“, freute sich der Weidener über den Zuspruch vom Publikum und versprach, im Finale einiges zu riskieren. Bei schon fast kitschiger Sonnenuntergangsstimmung zeigte der Publikumsliebling schließlich einen perfekten Double Flaka mit aufrechtem Segel und begeisterte damit sowohl Zuseher als auch Jury - Platz sechs war die Belohnung. Der Sieger hieß van Broeckhoven.

Toller Saisonauftakt  für Chris Pressler

Während Matissek also eifrig am Wasser war, schob Burgenlands zweiter Profi auf der PWA World Tour, Chris Pressler, beim Autogrammschreiben eine ruhige Kugel, da in Podersdorf kein Slalom-Bewerb ausgetragen wurde. Der Golser hatte seine Schuldigkeit aber bereits wenige Tage zuvor bei seinem Saisonauftakt beim PWA Event in Reggio di Calabria/Italien getan. Dort belegte Pressler unter 64 Startern den hervorragenden 21. Rang. „Ein absoluter Traumauftakt in die neue Saison. Die Anreise war zwar lang und anstregend, hat sich aber gelohnt“, war der Surfprofi überglücklich. Neben einer Top-Platzierung gab es schließlich auch ein Preisgeld.

Nach dem kurzen Stopp in Podersdorf geht es für Pressler weiter zum zweiten PWA Slalom nach Südkorea.